Zum Bundesligaauftakt

2:0 - Starke Wolfsburger schlagen Stuttgart

Schoss das erste Tor der Saison: Zvjezdan Misimovic (re. auf dem Bild mit Teamkollege Sascha Riether).
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Schoss das erste Tor der Saison: Zvjezdan Misimovic (re. auf dem Bild mit Teamkollege Sascha Riether).

Wolfsburg - Mit einem Offensivfeuerwerk hat Meister VfL Wolfsburg zur Eröffnung der 47. Saison der Fußball-Bundesliga das erste Achtungszeichen gesetzt.

Durch Treffer von Zvjezdan Misimovic (71.) und Grafite (82.) gewannen die Niedersachsen am Freitagabend das Auftaktspiel gegen den VfB Stuttgart mit 2:0 (0:0) und bescherten ihrem Trainer Armin Veh damit das erhoffte Erfolgserlebnis im Duell gegen seinen Ex-Club.

Vor 30 000 Zuschauern traf zunächst Misimovic mit einem Schlenzer aus 18 Metern, dann nahm der im Vorjahr 28 Mal erfolgreiche Grafite die Torproduktion wieder auf. Zum Garanten für drei Punkte wurde aber auch Torhüter Diego Benaglio, der gleich mehrfach in höchster Not retten musste.

Denn gegen lange Zeit ebenbürtige Schwaben drohte den Wolfsburgern sogar der erste Heimpunktverlust seit dem 2:2 gegen Eintracht Frankfurt vor fast einem Jahr. Das gutklassige Duell der beiden besten Rückrunden-Teams der vergangenen Saison stand zuerst im Zeichen des Meisters, doch schon bald übernahmen die Schwaben mit flüssigen Kombinationen das Kommando. Auch die erste Chance in der in 180 Ländern übertragenen Partie ging an den VfB durch Sami Khedira.

Den Kopfball des U 21- Europameisters nach Flanke von Pawel Pogrebnjak lenkte VfL-Keeper Benaglio mit größter Mühe an den Pfosten (16.). Drei Minuten später verhinderte Jens Lehmann auf der Gegenseite reaktionsschnell einen Treffer von Dzeko, der sich im Strafraum energisch durchgesetzt hatte.

Grafite, der Torschütze des 2:0.

Auch von Top-Torjäger Grafite, der vor der Partie als Fußballer des Jahres ausgezeichnet worden war, ließ sich der frühere Nationaltorhüter nicht überwinden (34.). Beim VfB hatte Coach Markus Babbel überraschend die beiden Neuzugänge Pogrebnjak und Alexander Hleb in der Startelf aufgeboten - und beide erwiesen sich als Verstärkungen. Der erst in der Vorwoche als Gomez-Nachfolger verpflichtete Stürmer von Zenit St. Petersburg deutete sein großes Potenzial an und wechselte ständig die Positionen. Eine gute Szene hatte Pogrebnjak noch in der 27. Minute, als er Benaglio mit einem Kopfball prüfte. Auch der Weißrusse Hleb zeigte viel Spielübersicht, allerdings reichte bei der Leihgabe des FC Barcelona die Kraft nur für 56 Minuten. Aufseiten der Wolfsburger konnte dagegen Neuzugang Karim Ziani im linken Mittelfeld die hohen Erwartungen im Team des Meisters noch nicht erfüllen.

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“Das ist ein sehr intensives Spiel. Alle Nationalspieler machen für das erste Pflichtspiel einen guten Eindruck“, sagte Bundestrainer Joachim Löw, der in der VW-Arena gleich ein halbes Dutzend Länderspiel-Kandidaten unter die Lupe nahm. Im zweiten Durchgang zog der Titelverteidiger das Tempo an. Mit seiner Rettungstat verhinderte VfB-Abwehrspieler Christian Träsch in der 49. Minute das erste Saisontor von Grafite.

Neun Minuten später zischte ein Distanzschuss von Marcel Schäfer knapp am Gehäuse der Schwaben vorbei. Doch auch die Stuttgarter blieben jederzeit torgefährlich. Benaglio meisterte Schüsse von Timo Gebhart und Elson, doch dann zog Misimovic ab und ließ Lehmann keine Chance. Weil das Auswechselkontingent schon erschöpft war, musste der VfB nach der Verletzung von Träsch die letzten zwölf Minuten mit zehn Akteuren auskommen.

dpa

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