Bei der EM wartet der nächste Top-Gegner

Schlagen wir so Portugal? Aufstellung der DFB-Elf ist da - Löw lässt Bayern-Stars wieder auf der Bank

Leon Goretzka (r.) wird wohl nur eine Alternative von der Ersatzbank sein.
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Leon Goretzka (r.) wird wohl nur eine Alternative von der Ersatzbank sein.

Nach der Niederlage gegen Frankreich ist die DFB-Elf gegen Portugal schon mächtig unter Druck. Welchem Personal vertraut Jogi Löw im entscheidenden Spiel?

16.50 Uhr: Die deutsche Aufstellung ist da! Und Jogi Löw verändert seine Elf nicht. Es ist genau das gleiche Personal wie gegen Frankreich.

Aufstellung Deutschland:Neuer - Ginter, Hummels, Rüdiger - Kimmich, Kroos, Gündogan, Gosens - Müller, Gnabry, Havertz
Aufstellung Portugal:Patricio - Semedo, Pepe, Dias, Guerreiro - Carvalho, Pereira - B. Silva, Fernandes, Jota - Ronaldo

12.29 Uhr: Zwei ehemalige Nationalspieler kritisieren den DFB im Vorfeld des Spiels scharf. Im Zentrum der Kritik: Der Umgang mit der Problemposition Mittelstürmer.

11.04 Uhr: Die DFB-Elf trifft auf den amtierenden Europameister Portugal. Nach der Auftaktniederlage steht die Mannschaft unter Zugzwang - trotzdem herrscht Zuversicht. Oliver Bierhoff spricht gar vom Titel.

10.43 Uhr: Michael Ballack führte die DFB-Elf 2008 ins Finale der Europameisterschaft, zwei Jahre zuvor war er als Kapitän Teil des „Sommermärchens“ der WM 2006. Vor dem wichtigen Gruppenspiel gegen Portugal regte der ehemalige Mittelfeldstratege personelle Veränderungen an - die Nationalmannschaft soll offensiver spielen: „Wir brauchen eine Topmentalität. Und ich sage, dass wir eine andere Aufstellung brauchen - dann traue ich dem Team einen Sieg zu“, sagte Ballack im Interview mit dem Sportbuzzer.

Der ehemalige Mittelfeldspieler wünsche sich von der DFB-Elf „mehr Offensivkraft und mehr Mut“ und fordert: „Wir dürfen gegen Portugal trotz der Auftaktniederlage keine Angst haben“. Bei der Auftaktniederlage der Nationalmannschaft machte Ballack taktische Fehler bei Bundestrainer Joachim Löw aus. Schon nach dem Rückstand gegen Frankreich hätte Deutschland mehr riskieren müssen, sagte der frühere Mittelfeldspieler, „womöglich hätte es einen Systemwechsel geben müssen“. Spätestens um 17.00 Uhr wissen Fans und Experten mehr. Dann ist bekannt, welche Startelf Joachim Löw gegen Portugal auf das Feld schickt.

Update vom 19. Juni, 9:08 Uhr: Wie soll Deutschlands Elf heute aussehen? Wir haben Weltmeister von einst gefragt. Häßler, Kohler, Helmer, Thon, Müller, Matthäus, Strunz geben Jogi in der tz Tipps mit*.

Meldunv vom 18. Juni, 12.38 Uhr: München - Zum EM*-Start setzte es erst einmal eine Niederlage - doch davon will sich Bundestrainer Jogi Löw* nicht beirren lassen. „Es ist nichts passiert. Wir können noch alles geradebiegen“, lautet seine Kampfansage. Nun ist der Gegner aber erneut keine Laufkundschaft: Gegen Portugal braucht es vor allem in der Offensive mehr Durchschlagskraft.

EM 2021: Nimmt Jogi Löw vor dem entscheidendem Spiel gegen Portugal Wechsel in seiner Startelf vor?

Stellt der Bundestrainer dafür um? Bleibt Löw bei seiner von einigen kritisierten Dreierkette*, wird es in der Verteidigung ziemlich sicher keine Umstellungen geben. Dafür aber weiter vorne: Auch wenn die Franzosen stark verteidigten, wirkte die deutsche Offensive ideenlos und zerstreut. Sie schaffte es nicht, sich genügend Torchancen herauszuspielen, Abstimmung und Laufwege stimmten nicht. Deshalb ist es gut möglich, dass es vorne einen oder zwei Wechsel gibt.

Eine Strategie wäre, auf einen eingespielten FC-Bayern*-Sturm zu setzen. Dann würde Leroy Sané für Kai Havertz in die Startformation rücken und könnte gemeinsam mit seinen Teamkollegen Thomas Müller und Serge Gnabry wirbeln. Müller machte jedoch auch keinen besonders frischen Eindruck und konnte sich kaum zeigen, auch hier könnte Löw einen Wechsel vornehmen. Allerdings könnte der Bayern-Star auch aufgrund seiner Erfahrung wichtig werden, immerhin erzielte Müller drei Treffer beim 4:0-Sieg gegen Ronaldo und Co. bei der WM 2014.

EM 2021: Goretzka muss auf Startelf-Comeback warten - Kimmich erneut auf außen?

Gegen die Franzosen machte auch das Mittelfeld-Duo aus Ilkay Gündogan und Toni Kroos keinen allzu souveränen Eindruck, eine Rückkehr von Leon Goretzka ist jedoch unwahrscheinlich. „Er hat gesagt, dass er das Gefühl habe, dass er noch zwei, drei Trainings braucht, um völlig frei zu sein und der Mannschaft zu helfen. Er wird eine gute Option sein im Laufe des Spiels“, meinte Bundestrainer* in München. Somit müsste Joshua Kimmich also wieder auf der rechten Verteidigerposition aushelfen, das Münchner Sechser-Duo wird also nicht gegen die Portugiesen starten.

Ob Löw auch gegen den amtierenden Europameister mit einer Dreierkette ins Spiel geht, bleibt nach dem missglückten Auftakt gegen Frankreich abzuwarten. Je nach taktischer Ausrichtung könnte er hier ebenfalls etwas anpassen. Die recht eingespielte Innenverteidigung bestehend aus Toni Rüdiger und Mats Hummels wird wohl bestehen bleiben, Matthias Ginter würde bei einer eventuellen Umstellung auf eine Viererkette wohl weichen. Nun kommt es also auch auf Jogis Bauchgefühl an. (ajr) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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