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Deutschland lässt Finnland keine Chance - DFB-Frauen ohne Gegentor ins Viertelfinale

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Von: Marius Epp

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Ob sich Martina Voss-Tecklenburg gegen Finnland etwas zurücknehmen wird?
Emotionale Leaderin: Ob sich Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg gegen Finnland etwas zurücknehmen wird? © Sebastian Christoph Gollnow/dpa

Deutschland schlägt Finnland nach einer überlegenen Vorstellung deutlich. Wieder kassieren die DFB-Frauen kein Gegentor. Der Ticker zum Nachlesen.

Deutschland - Finnland 3:0 (1:0)

Aufstellung DeutschlandFrohms - Gwinn, Doorsoun, Hegering, Kleinherme - Däbritz, Lattwein, Dallmann - Huth, Popp, Bühl
Aufstellung FinnlandTalaslahti - Heroum, Pikkujamsa, Kuikka, Koivisto - Engman, Alanen, Summanen, Kollanen - Sallstrom, Kemppi
Tore1:0 Kleinherne (39.), 2:0 Popp (48.), 3:0 Anyomi (63.)

Schlusspfiff! Deutschland feiert einen ungefährdeten dritten Sieg in Folge und bleibt weiterhin ohne Gegentor bei der EM. Im Viertelfinale wartet Österreich. Stark, Mädels!

63. Minute: TOOOOOOOOOR für Deutschland! Folgerichtig zappelt der Ball schon wieder im Netz. Die eingewechselte Nicole Anyomi versenkt die Kugel aus zentraler Position. Deutschland schießt sich warm fürs Viertelfinale!

60. Minute: Das ist eine Machtdemonstration der deutschen Mannschaft! Der Ball läuft jetzt richtig gut. Auch die Torschussstatistik spricht eine eindeutige Sprache - 24 zu eins!

48. Minute: TOOOOOOOOOOR für Deutschland! Der nächste Kopfballtreffer! In der Luft ist die deutsche Mannschaft heute haushoch überlegen. Kathrin Hendrich hat alle Zeit der Welt für eine präzise Flanke auf Alexandra Popp, die mit einem kraftvollen Kopfstoß vollendet.

Anpfiff zur zweiten Halbzeit!

Halbzeit! Deutschland geht mit einer knappen Führung in die Pause.

39. Minute: TOOOOOOOOOOR für Deutschland! Sophia Kleinherne nickt zur Führung ein! Die Startelf-Debütantin steht nach einer Flanke von Gwinn goldrichtig und nutzt einen Stellungsfehler der finnischen Schlussfrau aus. Was für ein Debüt für die 22-Jährige!

30. Minute: Lange kann das für die Finninnen nicht gut gehen. Die DFB-Elf schießt sich immer mehr warm. Die extrem aktive Linda Dallmann treibt immer wieder an und sucht Huth, Popp und Bühl.

22. Minute: Deutschland ist drückend überlegen, die finnischen Konterbemühungen sind bislang ungefährlich. Doch die ganz großen Torchancen haben sich die DFB-Frauen noch nicht herausgespielt. Die Mannschaft von Martina Voss-Tecklenburg kommt zwar zu vielen Abschlüssen, es fehlt aber die Präzision.

10. Minute: Deutschland wird seiner Favoritenrolle gerecht und nimmt sofort das Zepter in die Hand. Die auffällige Klara Bühl kommt nach einer cleveren Freistoß-Variante zum Schuss, wird aber geblockt.

Anpfiff! Los geht‘s in Milton Keynes. Behält das deutsche Team seine weiße Weste bei der EM?

Update vom 16. Juli, 20.26 Uhr: Die Aufstellung ist da! Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg lässt einzig die Dreier-Sturmreihe mit Alexandra Popp, Svenja Huth und Klara Bühl unverändert. Im Mittelfeld rücken Lena Lattwein und Linda Dallmann in die Startelf, in der Abwehr kommen Sara Doorsoun und Sophia Kleinherme ins Team.

Erstmeldung vom 16. Juli: Milton Keynes - Die missliche Migräne knockte Martina Voss-Tecklenburg nur kurz aus, die letzte Pflichtübung vor dem EM-Viertelfinale sollte der Bundestrainerin kein Kopfzerbrechen bereiten. Der sportlich bedeutungslose Gruppenabschluss gegen das ausgeschiedene Team aus Finnland wird nach dem Superstart gegen Dänemark (4:0) und Spanien (2:0) wohl zur Chance für die starke zweite Garde.

„Wir wollen das Spiel gewinnen und eine gute Leistung zeigen. Nichtsdestotrotz haben wir ein paar Ausfälle, die wir verkraften müssen, aber das können wir kompensieren“, sagte Voss-Tecklenburg vor der Partie am Samstag (21.00 Uhr/ZDF und DAZN) in Milton Keynes, in der ARD führte sie aus: „Jede hat es verdient zu spielen, von daher ist es cool, dass wir eine Ausgangslage haben, die das möglich macht.“

Frauen-EM: Deutschland gegen Finnland in der Favoritenrolle

Die 54-Jährige, die am Donnerstag wegen Migräne-Beschwerden im Vormittagstraining fehlte, warnte auch pflichtgemäß vor dem punktlosen Gegner: „Finnland wird sich aus dieser EM anständig verabschieden wollen und uns nichts schenken.“

Erst am Donnerstag (21.00 Uhr/ARD und DAZN) steht für den vorzeitigen Gruppensieger Deutschland in London-Brentford das erste K.o.-Spiel an gegen Norwegen oder Österreich. Also will „MVT“ die Balance finden zwischen entlastender Rotation und Rhythmus für ihre Achse: „Wir werden diesen Spagat sehr gut hinkriegen. Wir werden auch nicht alles verändern.“

DFB-Frauen ohne Oberdorf und Rauch gegen Finnland

Definitiv ersetzt werden müssen aufgrund von Gelbsperren Mittelfeldspielerin Lena Oberdorf und Linksverteidigerin Felicitas Rauch. Hier dürften Lena Lattwein sowie die flexible Sophia Kleinherne, im Verein in Frankfurt vornehmlich in der Abwehrzentrale zuhause, erste Wahl sein. Lea Schüller (Corona-Infektion) ist noch nicht wieder einsetzbar, Sydney Lohmann (Knie) voraussichtlich auch nicht.

Sollte die mit Gelb vorbelastete Innenverteidigerin Marina Hegering sicherheitshalber geschont werden, könnte Sara Doorsoun zum ersten EM-Einsatz kommen. Zumindest im Laufe des Spiels dürften Laura Freigang und Nicole Anyomi (alle Eintracht Frankfurt) eine Option sein - dann hätten sich alle Feldspielerinnen der „Bank von England“ EM-Minuten und Sicherheit geholt. (epp/SID)

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