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Alaba traut 20-Minuten-Neuzugang des FC Bayern Schlüsselrolle zu: „Er hat das Naturell“

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Von: Marius Epp

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Einen lautstarken Nachfolger für David Alaba hat der FC Bayern im ersten Jahr nicht gefunden. Der Österreicher selbst traut Matthijs de Ligt diese Rolle zu.

München - Wie wichtig David Alaba für den FC Bayern war, zeigte sich vor allem nach dessen Wechsel zu Real Madrid. Die erste Saison von Julian Nagelsmann in München stand unter dem Motto „Vorne hui, hinten eher pfui“. Weil die Bayern-Defensive nicht auf europäischem Top-Niveau spielte, reagierte der Rekordmeister im Sommer und verpflichtete Matthijs de Ligt von Juventus Turin.

Oft angeprangert: Es fehle ein Abwehrchef, der klare Kommandos gibt. Nagelsmann selbst räumte ein, dass sich unter den drei Franzosen Dayot Upamecano, Benjamin Pavard und Lucas Hernandez kein großer Kommunikator befindet. Mit de Ligt wurde genau so ein Spielertyp geholt. Ist er das fehlende Puzzleteil?

Alaba lobt Bayern-Neuzugang de Ligt

Die Erwartungen an den Niederländer sind hoch, schließlich hat er knapp 70 Millionen Euro gekostet. In den ersten beiden Pflichtspielen spielte er wegen unzureichenden Fitnesszustands insgesamt nur 20 Minuten (acht gegen Frankfurt, zwölf gegen Leipzig). Es gibt durchaus auch kritische Stimmen, bei Juve hat de Ligt schließlich nicht auf ganzer Linie überzeugt. David Alaba bewertet den Transfer aber positiv.

David Alaba im Trikot des FC Bayern.
David Alaba kehrte dem FC Bayern den Rücken - ist sein Nachfolger mit einem Jahr Verspätung gefunden? © Sven Hoppe/dpa

„Matthijs de Ligt hat auf jeden Fall die Voraussetzungen, um ein Führungsspieler bei Bayern zu werden“, sagte der Österreicher der Sport Bild. Seine Meinung hat Gewicht - schließlich weiß Alaba als Ex-Abwehrchef selbst am besten, was ein Spieler beim FC Bayern in dieser Rolle mitbringen muss.

Alaba über de Ligt: „Hat das Naturell, um eine Mannschaft zu führen“

„Speziell in seiner Zeit bei Ajax Amsterdam hat er gezeigt, dass er viele Qualitäten besitzt und vorangehen kann. Er hat das Naturell, um eine Mannschaft zu führen“, so Alaba weiter. In den ersten beiden Pflichtspielen der Saison präsentierte sich die Bayern-Defensive durchaus ansprechend, eigentlich hat Nagelsmann momentan keinen Bedarf, seine Abwehrkette zu wechseln.

Dass de Ligt seine Einsätze in der Startelf bekommen wird, stellt aber niemand ernsthaft infrage. Dafür war er schlicht zu teuer. Gar nicht teuer war dagegen der neueste Transfer der Bayern - ein südkoreanisches Top-Talent kommt an die Säbener Straße. (epp)

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