Champions League: Warum Schiedsrichter Nicola Rizzoli gut, aber nicht sehr gut pfiff

Beruhigungspille für den Heißsporn

+
Dortmunds Lewandowski am Boden; Schiedsrichter Nicola Rizzoli hätte den Zweikampf mit Ribery besser eher unterbunden, dann kommt es erst gar nicht zu der rotwürdigen Szene, die der Münchener sogar ohne Verwarnung übersteht.

London. Die Bayern im kollektiven Jubel nach dem 2:1-Sieg im Finale der Champions League, Borussia Dortmund hingegen ist im Tal der Tränen. Nach der Partie wird über Alles geredet, aber kaum über den Schiedsrichter – genauso soll es bei einem Endspiel sein.

Nicola Rizzoli zeigte mit seinem Team eine konzentrierte, effektive Leistung – insgesamt zurückhaltend, aber immer dann präsent, wenn er gebraucht wurde.

So hatte der 41-jährige Architekt aus Bologna, der vermutlich auch 2014 bei der WM in Brasilien im Einsatz sein wird, diese brisante Partie zweier Rivalen jederzeit im Griff. Selbst bei strittigen, spielprägenden Szenen wurde kaum protestiert, und das spricht für die gute Leistung des Gespanns.

Dies lag vor allem an der guten, oft kaum zu bemerkenden, aber sehr wirkungsvollen Kommunikation des Referees. Ein kurzes Wort im Vorbeigehen, ein etwas deutlicherer Satz bei einem Eckstoß-Gerangel gleich zu Beginn des Spiels, das spart Karten. Rizzoli war zudem bei fast jeder seiner Entscheidungen dicht am Geschehen, präsent vor Ort. Auch dadurch erreicht man als Unparteiischer Akzeptanz und Glaubwürdigkeit.

Gleich wird Heißsporn Ribéry mit dem rechten Arm ausschlagen...

Völlig korrekt der Strafstoß für Dortmund in der 66. Minute nach dem Einsatz von Dante, ebenso das die erhitzten Gemüter beruhigende Doppelgelb für Ribéry und Großkreutz sieben Minuten später. So hat Rizzoli eine gute Leistung gezeigt. Keine sehr gute, und das wird der italienische Top-Referee sicherlich selbstkritisch einsehen. Denn den Zweikampf zwischen Ribéry und Lewandowski in der 25. Minute hätte er besser früher abgepfiffen, gleich nach dem ersten Halten und Stoßen des Dortmunders. Denn dann kommt es erst gar nicht zum rotwürdigen Ausschlagen des französischen Heißsporns. Gleich unterbrechen, dann passiert nichts.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare