Handball-Landespokal: 27:35 (16:16)-Pleite gegen Haldensleben II

Zwölf Minuten kein Tor – Seehausen scheidet aus

Von wegen vorzeitige Bescherung ... Bianca Braune (Mitte) schied mit den Handball-Damen der SG Seehausen nach der 27:35-Pleite gegen Haldensleben II aus dem Landespokal aus. Foto: Buchholz

cbu Seehausen. Die Weihnachtspause kam ganz offensichtlich eine Woche zu spät, denn die Handballerinnen der SG Seehausen verloren gestern Nachmittag ihr Viertelfinal-Spiel im HVSA-Pokal gegen den HSV Haldensleben II mit 27:35 (16:16).

Nach der knappen Niederlage in Oebisfelde (siehe oben) war das Adventswochenende für die Mannschaft von Trainerin Anja Wachholz endgültig gelaufen.

„Tina Fischer hat auf der halbrechten Position an allen Ecken und Enden gefehlt. Ich hätte nicht gedacht, dass wir so große Probleme haben, sie zu ersetzen“, ging Wachholz kurz nach dem Abpfiff der Partie auf Ursachensuche. Doch das Fehlen von Fischer war nicht der einzige Grund für die am Ende deutliche Pleite und das damit verbundene Aus im Landespokal. Denn von der 45. bis zur 57. Minute gelang den Wischestädterinnen kein einziges Tor.

Zur Mitte des zweiten Durchganges hatten sie noch knapp geführt (24:23), drei Minuten vor Schluss dann aber deutlich mit 24:32 zurückgelegen. Diesen Rückstand konnten die Seehäuserinnen gar nicht aufholen. „Wir haben die Torhüterin von Haldensleben schlichtweg berühmt geworfen“, ärgerte sich Anja Wachholz. Weil die Angriffe viel zu früh abgeschlossen wurden und sich zudem Abspielfehler und Ungenauigkeiten in den Spielaufbau eingeschlichen hatten.

In der ersten Halbzeit war die Partie weitgehend ausgeglichen. Nach dem 3:3 in der sechsten Minute lagen die Seehäuserinnen zwar kurzzeitig mit 6:8 zurück, Maxi Redlich sorgte aber mit zwei Treffern in Folge schließlich für den Halbzeitstand von 16:16.

„Wir müssen einfach wieder schnell spielen“, forderte Seehausens Co-Trainer Uwe Willing in der Halbzeitpause. Dazu kamen die SGS-Damen aber eigentlich gar nicht, weil die Gäste-Spielerinnen in der Abwehr hart zupackten und dem Tabellenführer der Sachsen-Anhalt-Liga damit erfolgreich den Schneid abkauften.

Keine Frage, einen Tag vor Heiligabend war die Stimmung bei den Seehäuserinnen völlig im Keller. Sie gehen nach einer grandiosen Hinrunde zwar als Spitzenreiter der Sachsen-Anhalt-Liga ins neue Jahr, die beiden Niederlagen vom Sonnabend und Sonntag waren allerdings unnötig und die makellose Bilanz dahin.

SG Seehausen: L. Willing, Gebauer, Gutsche - Bäse (3 Tore), Milchert (1), Braune (8), Dechnik (1), J. Willing (4), Biewald, Redlich (5), Kracheel (3), Theiß (1).

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