Altmark-Derbys in der 2. Bundesliga Bohlekegeln: Ein Heimsieg geht an Stendal, einer an Binde

Zwölf Männer sorgen für Stimmung

Die Protagonisten der beiden spannenden und vor allem stimmungsreichen Altmark-Derbys in der 2. Bohlekegeln-Bundesliga: Dietmar Grabow (von links), Marcel Borsch, Wolfram Albrecht, Burkhard Thiede, Michael Bartnik, Jochen Neubauer, Alf Schernikau, Steffen Hill, Karsten Soisson, Stefan Dombrowski, Lutz Krüger und Klaus Borsch. Foto: Buchholz

Stendal/Arendsee. Es gab das Wunschergebnis, so dass alle Beteiligten vom Stendaler KC wie vom SV Binde nach den jeweiligen 3:0-Heimsiegen zufrieden waren. Zumindest fast, denn einige Spieler ärgerten sich doch irgendwie ein wenig über ihre Leistungen.

Doch darüber tröstete sie die Atmosphäre bei den beiden Altmark-Derbys in der 2. Bundesliga Süd/Ost im Bohlekegeln allerdings hinweg, die durchaus als besonders beschrieben werden kann.

Dass die Stimmung sowohl beim Duell am Sonnabend auf der Bahn in Stendal als auch am Sonntag beim Aufeinandertreffen in Arendsee überkochte, dafür sorgten die zahlreichen Fans beider Teams. Klar, dass alle nach diesem Erlebnis dem Derby in der kommenden Saison entgegen fiebern. Doch dafür müssen Stendal und Binde erstmal den Klassenerhalt endgültig absichern. „Hoffen wir, dass beide Mannschaften drin bleiben und wir uns im nächsten Jahr wieder sehen“, sagte der Stendaler Helmut Neben nach den beiden Altmark-Duellen überschwänglich.

Stendaler KC - SV Binde 5 531:5 440 Holz (48:30). „Wir hatten schon ein blaues Auge“, meinte Stendals Michael Bartnik nach dem knappen Ergebnis treffend, denn Binde hätte um ein Haar den Zusatzpunkt aus der Ostaltmark entführt. Auch weil Bartnik hinter seinen eigenen Erwartungen zurückgeblieben war. Hätte der beste Gästespieler, Jochen Neubauer, nicht einen Fehlwurf auf die Bahn gelegt und Lutz Krüger ein einziges Holz mehr geschoben, wäre die blütenweiße Heimbilanz des Gastgebers dahin gewesen. „Wir hätten den Auswärtspunkt gut gebrauchen können, haben uns in Stendal aber trotzdem gut und teuer verkauft“, resümierte SVB-Kapitän Alf Schernikau zufrieden.

• Stendaler KC (Holz): Bartnik (900), Soisson (937), M. Borsch (919), Hill (923), K. Borsch (933), Grabow (919).

• SV Binde: B. Thiede (900), Neubauer (927), Dombrowski (893), Albrecht (895), Schernikau (902), Krüger (923).

SV Binde - Stendaler KC 5 358:5 244 Holz (55:23). Frühzeitig deutete sich an, dass alle drei Zähler beim SV Binde bleiben. „Wir hatten eigentlich mit deutlich mehr Gegenwehr gerechnet“, schmunzelte Schernikau nach dem ungefährdeten Heimerfolg. Vor allem Stendals Routinier Klaus Borsch kam auf der Bahn in Arendsee nicht zurecht, wie er nach dem Wettkampf zugab. „Das war schon fast Frustkegeln“, kommentierte er seine mäßigen 863 Holz. Einzig sein Sohn Marcel hatte, wie im Vorfeld prognostiziert, in der Seestadt keine Probleme und war mit ordentlichen 889 Holz der beste Gäste-Starter.

• SV Binde: B. Thiede (884), Neubauer (906), Albrecht (880), Dombrowski (901), Schernikau (895), Krüger (892).

• Stendaler KC: Bartnik (873), K. Borsch (863), Soisson (878), M. Borsch (889), Hill (870), Grabow (871).

Von Christian Buchholz

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