Fußball – Oberliga: Körner wird nach dem Fehlstart deutlich / Morgen Testspiel gegen SSV 80

Zwischen Lob und Tadel

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Als Gespann mit Philipp Groß auf dem linken Flügel wusste Niclas Buschke (rechts) seinen Trainer in Staaken zu überzeugen.

Stendal. Der Saisonstart des 1. FC Lok Stendal beim SC Staaken in Berlin (0:2) war ernüchternd. Auch wenn der Spielverlauf unglücklich war und die Altmärker mit etwas mehr Glück sogar hätten in Führung gehen können, steht unter dem Strich eine verdiente Pleite.

Eine Niederlage, die zahlreiche Baustellen schonungslos offen legte.

Die aber auch eine gute halbe Stunde enthielt, die Mut machte. Wo genau Lok aktuell steht, ist daher nach wie vor schwierig abzuschätzen. Die Tendenz jedoch deutet eher auf Abstiegskampf hin.

Die erste Reaktion von Trainer Sven Körner nach der Partie war unmissverständlich: „Wir haben gesehen, dass wir in vielen Bereichen arbeiten müssen.“ Die Fehlerquote zu hoch, das Passspiel zu ungenau, die Ballkontrolle unzureichend, das Offensivspiel im zweiten Durchgang nicht mehr vorhanden. Doch was dem Trainer am übelsten aufstößt: „Einige Spieler haben aktuell nicht die körperliche Verfassung, um Oberliga-Fußball zu spielen!“ Bereits früh in der Saison schlägt Körner Alarm. Die Spielauswertung mit der Mannschaft am Montagabend soll ähnlich deutlich ausgefallen sein.

Gleichwohl wird Körner nicht müde, darauf zu verweisen, dass in Staaken „sicherlich nicht alles schlecht war.“ Blickt der Lok-Coach auf die Phase zwischen der 15. und 43. Minute zurück, gerät er fast schon ins Schwärmen. „Wie wir da aus dem 3-4-3-System eröffnet haben, war super. Wir hatten die bessere Spielanlage und haben uns über links mit Philipp Groß und Niclas Buschke immer wieder gute Chancen erspielt.“ Der durchaus verdiente Ausgleich gelang den Gästen allerdings nicht, denn auch die offensive Durchschlagskraft ist nach wie vor eine Großbaustelle. Nachdem sich der Wechsel von Sturmtank Christiano Heliodoro kurzfristig zerschlagen hat, beginnt die Suche für Lok auf dieser Position erneut.

„Natürlich ist die Chancenverwertung ein Problem, aber der Weg hin zu einer Chance ist weit. Es muss vieles gut sein, um überhaupt zu einer Chance zu kommen und das sah teilweise schon ganz ordentlich aus“, strahlt Körner Zuversicht aus. Große Gefahr beschworen in Staaken auch die Stendaler Standardsituationen herauf. Neue Varianten kamen zum Einsatz und führten um ein Haar gleich zum Erfolg. „Wir haben große Spieler im Kader. Deswegen legen wir in diesem Jahr sehr großen Wert auf die ruhenden Bälle“, so Körner.

Um auf der Suche nach weiteren Neuzugängen voranzukommen, bestreitet Lok morgen ab 19 Uhr ein Testspiel gegen den SSV Gardelegen, in dem neue Probespieler getestet werden sollen.

Von Tobias Haack

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