Handball – Sachsen-Anhalt-Liga: HSG Osterburg unterliegt Staßfurt 28:34

Dem Zweiten Paroli geboten

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Paul Zierke und die HSG Osterburg lieferten dem Tabellenzweiten Staßfurt einen großen Kampf, unterlagen am Ende aber dennoch.

Osterburg – Mit hängenden Köpfen verließen die Osterburger nach der Niederlage das Parkett. Nach einer couragierten Leistung hatten sie den Favoriten am Rande einer Niederlage. Doch die HSG brachte sich selbst um die Früchte ihrer Arbeit.

So unterlagen die Biesestädter gegen Rot-Weiß Staßfurt mit 28:34 (13:14).

„Mit der Leistung bin ich schon zufrieden“, fasste Mannschaftsverantwortlicher Florian Skorz zusammen. Zumal während der Winterpause fast gar nicht trainiert wurde. Zudem musste die HSG beim Heimspiel am Sonnabend auch noch auf Mario Schrödter und Stefan Prax (beide im Urlaub) sowie die Verletzten Till Dobberkau und Philipp Zerrahn verzichten.

Der Start in die zweite Halbserie begann dann für Philipp Kiebach und Co. sehr schleppend. Erst in der zehnten Minute gelang Thomas Kuhlmann das erste Tor 2019 zum 1:3. In der Anfangsphase der Partie bestimmte der Tabellenzweite aus Staßfurt die Marschroute. Mit einer schnellen Mitte und vielen guten Kombinationen erzielten die Gäste Tor um Tor. Zu dieser Zeit mussten sich die Gastgeber mit einer Statistenrolle begnügen. Es war nicht verwunderlich, dass der Torevorsprung der Rot-Weißen ständig anwuchs (5:9). Nach 22 Minuten kamen die HSG- Männer langsam in Fahrt, kämpften nun und konnten bis zur Halbzeitpause auf 13:14 verkürzen.

Nach dem Seitenwechsel stand ein Osterburger Team auf der Platte, das den favorisierten Staßfurtern nun mit offenem Visier den Kampf anbot. Im Kasten lief Anton Feindt zur Höchstform auf, die Abwehr konnte viele Angriffe unterbinden. Doch im HSG-Angriff fanden viele freie Würfe nicht den Weg ins Tor der Rot-Weißen. So konnten die Biesestädter die Gäste zwar ärgern, doch die ganz große Überraschung, die an diesem Spieltag möglich war, blieb aus.

Nach 60 Minuten wussten die Osterburger nicht, ob sie sich über diese engagierte Leistung freuen oder ob sie sich über eine verpasste Chance, das Punktekonto aufzubessern, ärgern sollten.

„Es ist ein bisschen schade, dass es am Ende sechs Tore Unterschied waren“, meinte Skorz. Er und seine Mannschaft hatten noch einmal alles riskiert. Nach gut 40 Minuten lag der Rückstand bei nur zwei Toren. Da ist die HSG das Risiko gegangen, die Deckung auf 4-2 umzustellen. Der Ausgleich war das Ziel. „Aber da hat man gemerkt, wie stark Staßfurt ist, dass sie nicht umsonst so weit oben stehen“, so Skorz.

Für ihn und seine Schützlinge geht es in den nächsten zwei Wochen darum, an den Fehlern zu arbeiten – vor allem an der Wurfquote. Dann geht es für die HSG beim USV Halle II um zwei ganz wichtige Zähler im Kampf um den Klassenerhalt. „Die Punkte müssen wir holen.“

HSG Osterburg: Feindt, Götzky – Reichert, Kiebach (2 Tore), T. Kuhlmann (9), Resener, A. Kuhlmann (5), Hallasch (1), Skorz, Zierke (2), Fieseler (5), Knust (3), Hahne (1).

Von Ulrich Buchelt und Sabine Lindenau

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