Tangermünder Volleyballerinnen stürzen sich erneut ins Abenteuer Landesoberliga

Der zweite Versuch

Einer für alle, alle für einen: Die Frauen des Tangermünder LV versuchen ihr Glück erneut in der Volleyball-Landesoberliga. Trainer David Bäther (3.v.l.) weiß allerdings noch nicht so ganz genau, was ihn erwartet. Fotos: Buchholz

Tangermünde. Mit gemischten Gefühlen gehen die Volleyballerinnen des Tangermünder LV am morgigen Sonntag in die neue Landesoberliga-Saison.

Nachdem das Team von Trainer David Bäther im Frühjahr ungeschlagen die Landesliga Nord gewann, wagen sich die Damen von der Elbe erneut auf das teilweise sehr dünne Eis in Sachsen-Anhalts höchster Spielklasse. So wie vor zwei Jahren, doch an diese Zeit wollen die TLV-Spielerinnen möglichst nicht mehr zurückdenken.

Nach nur einem Jahr und ganz wenigen Erfolgserlebnissen war das Abenteuer Landesoberliga ganz schnell beendet. Beim zweiten Versuch soll es nun mit dem Klassenerhalt klappen. Das hat sich zumindest Coach Bäther vorgenommen, der den Tangermünder Sechser nach dem Abstieg vor zwei Jahren übernahm und prompt wieder ins Landesoberhaus zurückführte. Dort sieht er seine Damen keinesfalls chancenlos.

„Im Gegensatz zur ersten Landesoberliga-Saison vor zwei Jahren haben wir mit Sarah Arndt eine top Zuspielerin, wodurch die Qualität des Spiels unheimlich gestiegen ist. Sie kann auch aus einer schlechten Annahme immer noch einen guten Pass spielen“, freut sich der Trainer, das eröffne ihm nämlich viele Möglichkeiten. Und auch in puncto Geschlossenheit sieht er sein Team enorm gereift, auch wenn die Entscheidung pro Landesoberliga im Mannschaftskreis nicht einheitlich getroffen wurde. „Die Mädchen haben das im Sommer in Ruhe diskutiert und die Mehrheit hat sich dafür entschieden“, verriet Bäther, der den Schritt nach oben richtig findet: „Wenn man in einer Saison alle Spiele gewinnt, hat man es verdient aufzusteigen. Ich habe den Mädchen deshalb auch gesagt, dass sie die Chance nutzen sollten, nochmal höherklassig zu spielen. Wer weiß, wann sie diese nochmal bekommen?“ Die TLV-Spielerinnen haben auf ihren Trainer gehört und sind fest entschlossen, es in der Spielzeit 2013/14 besser zu machen als beim ersten Mal.

Ob es allerdings am Sonntag in Weißenfels beim ersten Punktspiel gegen Gastgeber Rot-Weiß schon zu den ersten Punkten reicht, steht noch in den Sternen. Schließlich konnte das ranghöchste Damen-Team der Altmark erst seit Ende August in der Halle trainieren. Laut David Bäther seien die Spielerinnen noch nicht so fit, wie sie eigentlich hätten sein sollten. „Wir müssen und werden uns im Laufe der Monate aber steigern“, verspricht der TLV-Coach, der in der Hinrunde die gegnerischen Mannschaften genau studieren will. „Was nicht heißt, dass wir möglichst viele Punkte holen wollen“, schiebt Bäther umgehend nach. Aber er kenne die meisten Landesoberliga-Teams eben noch nicht und wisse darum auch nicht, was ihn erwartet. „Wir lassen uns da einfach überraschen.“ Überrascht dürften die Tangermünder „Schmetterlinge“ bei ihrem zweiten Versuch in dieser Spielklasse kaum noch sein. Sie kennen das hohe Niveau ganz genau, das dürfte zumindest ein kleines Plus sein.

Ein weiteres ist der eingespielte Kader, schließlich gab es im Vergleich zur vergangenen Saison keine Abgänge. Im Oktober sollen noch zwei neue Spielerinnen zur Mannschaft stoßen, deren Leistungsfähigkeit David Bäther zum jetzigen Zeitpunkt aber noch nicht einschätzen kann. Dennoch glaubt er fest an den Klassenerhalt, denn:

„Ich weiß, wozu die Mannschaft in der Lage ist.“ Das klingt äußerst positiv und macht sicher nicht nur seinen Spielerinnen Hoffnung, dass es beim zweiten Versuch in der Landesoberliga wesentlich besser läuft als einst in der Premierensaison.

Von Christian Buchholz

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