Fußball – Oberliga: Nach dem Pokaltrubel geht es für den 1. FC Lok Stendal heute in Barleben wieder um den Klassenerhalt

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Der 1. FC Lok Stendal (l. Martin Gödecke) muss heute Abend gegen den FSV Barleben (r. Alexander Prinz) wie im Hinspiel wieder die Ellenbogen ausfahren.

Barleben. Der Pokalerfolg muss raus aus den Köpfen der Spieler des 1. FC Lok Stendal. Heute Abend (19 Uhr) geht es beim FSV Barleben für die Eisenbahner wieder nur um das Kerngeschäft – den Klassenerhalt in der Fußball-Oberliga.

„Wir haben erstmal unsere Aufgaben zu erledigen“, macht Lok-Trainer Sven Trainer deutlich, dass das Landespokalfinale (vorerst) keine Rolle spielen darf. „Es ist ja auch noch weit weg.“ So weit weg dann aber auch nicht. Denn Körner betont: Wer im Finale auflaufen will, muss jetzt abliefern. „Keiner sollte sich hängenlassen. Wir werden genau hinschauen.“

Stendal darf es sich auch keineswegs erlauben, einen Gang runterzuschalten. Ganz im Gegenteil. Der heutige Gegner steht derzeit auf dem ersten Abstiegsplatz (14.). Drei Plätze darüber und mit nur sechs Punkten mehr auf dem Konto steht Stendal. Zumal Körner davor warnt, den Gegner anhand des Tabellenstands zu beurteilen. „Sie hatten viel Verletzungspech und haben sich daher etwas unter Wert geschlagen.“

Im Hinspiel setzte sich Stendal mit 2:1 durch und überzeugte vor allem dadurch, dass sie dem Gegner kämpferisch die Stirn geboten haben. Körner erwartet, dass das Rückspiel ein ähnlicher Fight wird. „Sie stehen defensiv sehr kompakt und können gut umschalten. Die Handschrift des Trainers ist zu sehen.“

Die jüngsten Ergebnisse der Mannschaft vom ehemaligen Uchtspringer Coach, Jörn Schulz, bestätigen Körners Einschätzung. Mit dem FC Einheit Rudolstadt (6.) und dem FC Carl Zeiss Jena II (5.) traf Barleben zu Hause auf zwei starke Mannschaften aus dem oberen Drittel und verkaufte sich teuer. Dennoch blieben sie ohne Punkte, denn sie mussten sich gegen Jenas Reserve mit 1:2 und gegen Rudolstadt mit 0:1 nur knapp geschlagen geben. Zum Vergleich: Lok ging Mitte Frebruar mit 1:7 in Rudolstadt baden.

Doch seitdem hat sich viel getan bei den Eisenbahnern. Der Kader ist wieder nahezu vollständig und Körner hat die Qual der Wahl. Gerade rechtzeitig, wenn man sich den Spielplan der nächsten Tage anschaut. Heute Barleben, Montag in Krieschow, Sonntag zu Hause gegen Sandersdorf – die Belastung ist nicht ohne. Daher appelliert der Trainer auch an die Eigenverantwortung seiner Spieler. Gesunde Ernährung und viel Ruhe seien jetzt wichtige Faktoren.

Um die Belastung gleichmäßig auf viele Schultern zu verteilen, wird Körner wohl im Vergleich zum Pokalspiel in Zorbau auf manchen Positionen einen Personalwechsel vornehmen. Wie gewohnt, lässt ich der Trainer diesbezüglich aber nichts entlocken. Aber: „Petro Alergush hat sehr gut trainiert.“ Könnte also sein, dass der Winter-Neuzugang in das defensive Mittelfeld für Steven Schubert oder Franz Erdmann rücken wird. Linksverteidiger Christos Ieiridis ist nach seiner langen Rotsperre auch endlich wieder spielberechtigt. Er plagte sich zuletzt aber mit einer Sprungsgelenksverletzung herum und ist erst seit Kurzem wieder im Mannschaftstraining.

Doch egal, wer letztlich auf dem Platz stehen wird. Körner fordert von seiner Mannschaft vollen Einsatz: „Wir müssen an die Leistungsgrenze gehen. Aber das müssen wir immer. Sonst gewinnt man in der Oberliga kein Spiel.“

Von Michael Theuerkauf

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