HANDBALL – VERBANDSLIGA Seehausen lässt SVO II im Derby keine Chance

Zurück zu alter Stärke

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Kaum zu bändigen für Oebisfeldes Damian Klappoth (l.): Benjamin Mittag steuerte 14 Treffer beim 32:25-Erfolg der SG Seehausen im Altmark-Derby bei.

Seehausen – Das Selbstverständnis kehrt zurück. Und die Serie hält. Die Verbandsliga-Handballer der SG Seehausen konnten am Sonnabend das Derby gegen die Reserve des SV Oebisfelde mit 32:25 (20:10) für sich entscheiden. Ein Erfolg, der Trainer Frank Leo zufrieden stimmt.

„Wir haben uns in der Abwehr wieder gefunden“, machte er die Ursache für die positive Wende aus. Der sechste Sieg in Folge lässt die Wischestädter in der Tabelle wieder an die Top-Plätze heranrücken.

Der SV Oebisfelde II, in diesem Jahr auch schon vier Mal erfolgreich, verzweifelte über weite Strecken der Begegnung an der präsenten Deckung und den bestens aufgelegten SGS-Torhütern. Doch Trainer Tobias Stefani haderte nach Abpfiff auch mit den teils strittigen Entscheidungen des Schiedsrichtergespanns.

„Da muss man sich nicht wundern, wenn so eine junge Truppe sich beeinflussen lässt und die Linie verliert“, dachte er an ausbleibende Pfiffe aufseiten des SVO und schnelle Zeichen auf den Siebenmeterpunkt auf der Gegenseite. Doch die schlechte Chancenverwertung konnte Stefani auch nicht wegreden. Nur zehn eigene Treffer in Halbzeit eins, die doppelte Ausbeute hingegen bei den Gastgebern: „Da war das Spiel eigentlich schon durch, wir haben zu kopflos gespielt“, war dem Oebisfelder Coach bewusst. Doch seine junge Sieben bäumte sich in der zweiten Halbzeit gegen eine sehr hoch auszufallen drohende Niederlage – ließ allerdings weiterhin freie Würfe liegen. Symptomatisch für den Spielverlauf war eine Doppelchance vor dem Seehäuser Kasten, die Torwart Christoph-Elias Nöring schon fast sensationell vereitelte.

Die Leo-Sieben machte zu Beginn der zweiten Halbzeit dort weiter, wo sie vor dem Seitenwechsel aufgehört hatte. Aus der sicheren Deckung heraus, die etliche Würfe des SVO II abfing, startete sie Konter, die zu einem zwischenzeitlichen 14-Tore-Polster führten (30:16/47. Minute). Im Gefühl des sicheren Sieges „haben wir dann ein bisschen nachgelassen und uns dem Oebisfelder Spiel angepasst“, erklärte Leo die Schlussphase, als nur noch zwei eigene Treffer folgten und die Gäste auf sieben Tore herankamen. Doch das war dem Trainer am Ende egal. Was zählte, war die doppelte Punktausbeute. „Die Idee, mit zwei Kreisspielern zu spielen, war gut“, analysierte er. Dass fünf Stammspieler fehlten, war nicht zu spüren.

SG Seehausen (Tore): Helge, Nöring - Mittag (14), Philipp, Müller, O. Wille (3), Weber (4), C. Söhnel (2), F. Wille (2), A. Söhnel (2), Knust (5).

SV Oebisfelde II: Paul, Köhler - F. Hack (3), T. Hack (2), Meinke (1), Müller, Köhler, Oraschewski (4), Wehr, Mieth (5), Keller (4), Breiteneder (2), Klappoth (4).

VON SABINE LINDENAU

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