Maik Mertens ist für Mieste ein Torgarant

Zu Hause fühlt er sich am wohlsten

Der Miester Maik Mertens schirmt einen Ball ab.
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Maik Mertens (vorn) zählt beim FSV Eiche Mieste in der Offensive zu den Stützen und zeigt sich vor dem gegnerischen Tor treffsicher.
  • Tobias Weber
    vonTobias Weber
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Mieste - Mit nur einer Ausnahme im Nachwuchsbereich trug Maik Mertens praktisch immer das Trikot des FSV Eiche Mieste. Das hat sich bis heute nicht geändert. Der Offensivmann ist mit seinem Heimatverein fest verwurzelt und für die Miester zudem ein echter Torgarant.

Die einen sind schnell, wendig und schwer zu halten. Die anderen leben von ihrer Körperlichkeit und Wucht. Die eiskalten unter ihnen haben einfach nur den berühmten Riecher, der sich nicht trainieren lässt. Die Rede ist von waschechten Torjägern, die sich vom Typ vielleicht unterscheiden, im Kern aber eines gemeinsam haben: Sie machen den Unterschied aus.

Er ist eine feste Größe in seiner Mannschaft und nur schwer zu ersetzen. Maik Mertens ist fest mit dem Fußball in Mieste verwurzelt und zählt seit Jahren zu den absoluten Leistungsträgern des westaltmärkischen Kreisoberligisten. Als Sechsjähriger führte der Weg zum Miester Fußballplatz. „Das ging praktisch schon nach der Einschulung los. Meine ganzen Freunde sind zweimal pro Woche zum Training gegangen. So bin ich eben dazu gekommen und schließlich geblieben“, erinnert sich der heute 30-Jährige. Die ersten fußballerischen Schritte vollzog Maik Mertens jedoch nicht, wie man vermuten könnte in der Offensive. „Ich habe tatsächlich als Verteidiger angefangen. Erst in der D-Jugend ging es für mich in die Offensive. Aber wie genau es dazu kam, kann ich nicht mehr sagen.“

Seine Qualitäten vor dem gegnerischen Tor blieben natürlich nicht lange unentdeckt. Mit dem Wechsel auf das Großfeld, also in der C-Jugend, führte der Weg schließlich zum TuS Bismark, wo Mertens sogar in der Verbandsliga kickte. Nach zweieinhalb Jahren ging es dann aber wieder zurück zu seinem Heimatverein, dem er bis heute treu geblieben ist. Bei den Miester Herren war Mertens dann bereits mit 16 Jahren das erste Mal aktiv.

Ich habe Fußball immer als Hobby gesehen. Für mich war das Umfeld in Mieste entscheidend. Ich fühle mich einfach wohl.

Maik Mertens (FSV Eiche Mieste)

Dort entwickelte sich der technisch versierte Offensivmann stetig weiter, was natürlich auch andere Vereine auf den Plan rief. „Es gab dann durchaus Angebote von anderen Vereinen. Potzehne und zum Beispiel auch Letzlingen waren an mir interessiert, wobei ich jeweils höherklassig gespielt hätte“, blickt Mertens zurück. „Aber ganz ehrlich, ich hatte damals einfach kein Bedürfnis höherklassig zu spielen. Ich habe Fußball immer als Hobby gesehen. Für mich war das Umfeld in Mieste auch ein entscheidender Grund, denn innerhalb der Mannschaft sind wir fest zusammen gewachsen. Ich fühle mich einfach wohl“, gibt der 30-Jährige zu. Mit etwas Abstand kommt er dann aber doch ins Grübeln. „Sicherlich wäre es schon interessant gewesen, zu sehen, wie weit ich gekommen wäre. Dennoch gibt es absolut keinen Grund, irgendetwas zu bereuen“, stellt Mertens klar.

Auf seine Stärken angesprochen, muss der Miester nicht lange überlegen. „Ich denke, ich habe schon eine gute Technik und bringe auch ein ordentliches Tempo mit“, so Mertens, was seine bisherige Torstatistik durchaus unterstreicht. Wo Stärken sind, gibt es meist auch Schwächen. „Mein Kopfballspiel ist auf jeden Fall ausbaufähig. Außerdem kann ich auch noch an meiner Zweikampfführung arbeiten, denn ich gehe den Zweikämpfen lieber aus dem Weg.“

Der FSV Eiche Mieste hat sich mittlerweile in der Fußball-Kreisoberliga als echtes Spitzenteam etabliert, was nicht zuletzt bei Maik Mertens durchaus noch sportliche Ziele weckt. „Es wäre wirklich schön, mit Mieste den Kreismeistertitel zu gewinnen und dann auch in die Landesklasse aufzusteigen“, blickt Mertens in die Zukunft. An ihm soll es jedenfalls nicht scheitern, denn der 30-Jährige steuert konstant Treffer bei. Außerdem bildet er mit Steven Helmke und Dominec Soeder ein funktionierendes Offensiv-Trio. „Wir sind schon ein gutes Gespann und profitieren voneinander“, so Maik Mertens und hofft natürlich auf eine baldige Rückkehr auf den Platz.

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