Fußball, Verbandsliga: 1. FC Lok Stendal nach mittelmäßiger Hinserie hinter seinen Ansprüchen

Zum Ziel fehlen drei Punkte

Der 1. FC Lok Stendal hat eine Hinrunde mit Höhen und Tiefen hinter sich. Lukas Breda (rechts) zählte auf jeden Fall zu den positiven Überraschungen. Mit sechs Treffern spielte er seine bislang beste Halbserie im Lok-Trikot. Foto: Haack

Stendal. Ambitioniert und selbstbewusst ist der 1. FC Lok Stendal in die Saison 2015/16 gestartet. Ein Platz unter den Top fünf der Liga sollte es doch bitteschön sein.

Nach der Hinrunde (und dem ersten Rückrundenspiel) haben die Altmärker dieses Ziel als Tabellenachter jedoch verfehlt, wenn auch nur um drei Punkte. Das erste halbe Jahr war durchwachsen mit super Spielen wie dem 2:0-Heimsieg gegen den Burger BC und völlig missglückten Auftritten wie dem 2:3 bei Börde Magdeburg oder dem 0:1 im Pokal bei Eintracht Salzwedel. Auch in diesem Winter fällt es daher wieder schwer, aus den Stendalern schlau zu werden. Trainer Sven Körner übt sich derweil in Geduld und glaubt an eine traditionell gute Rückrunde.

„Auf einer Skala von eins bis zehn war die Hinrunde eine 5+ mit Tendenz nach oben“, fasst der Übungsleiter die bisherige Leistung zusammen. Seine Mannschaft habe wieder einmal zu viele verschiedene Phasen durchlebt, um ganz oben mitzumischen. Der Saisonstart beispielsweise ging mit nur einem Punkt aus drei Partien daneben. Es folgten abwechslungsreiche Wochen mit überzeugenden Siegen (9:1 gegen Piesteritz), schwachen Auswärtsspielen (0:1 in Oschersleben), kleinen Hoffnungsschimmern (2:1 gegen Bernburg II) und heftigen Rückschlägen (1:4 im eigenen Stadion gegen den SV Merseburg). Erst gegen Ende des Jahres fand der 1. FC Lok zu mehr Stabilität und holte 13 Punkte aus sechs Spielen.

Zur Zufriedenheit und blindem Optimismus sieht der Trainer trotz des klaren Aufwärtstrends noch keinen Grund, wenngleich sein Kader durch die Zugänge von Marcel Werner und Martin Gödecke (beide aus Tangermünde) in der Breite noch besser wird. „Wir wollen einen hohen Anspruch an uns selbst haben! Wir sind schlecht in die Saison gestartet und hatten zu viele Fehler im Spielaufbau und bei Standards. Nach der Verletzung von Moritz Instenberg mussten wir unsere Formation umstellen und haben uns inzwischen etwas stabilisiert“, so das offizielle Zwischenfazit Körners.

Gerade bei seinem Spielmacher Instenberg, der an einer Knieverletzung laboriert, hofft der Trainer auf eine schnelle Rückkehr. „Er ist unser Dreh- und Angelpunkt“, adelt Körner den ehemaligen Magdeburger, für den Ersatz nur schwer zu finden ist. Von seinen drei Sommer-Neuzugängen Clemens-Paul Berlin, Johannes Mahrhold und Max Salge ist der Coach nach dem ersten Halbjahr überzeugt: „Berlin entwickelt sich gut und kann richtig gute Sachen machen. Mahrhold ist eine der Entdeckungen der Hinrunde und Salge hat seine Sache auch gut gemacht und sogar schon ein Tor geschossen.“

Trotz des achten Platzes scheint in Stendal also weiterhin das Positive zu überwiegen, wenngleich für den Sprung unter die besten Fünf eine Steigerung in puncto Konstanz und Defensivarbeit vonnöten ist. Der Rückrundenstart bei Tabellenführer IMO Merseburg wird da schon ein guter Gradmesser sein.

Von Tobias Haack

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