FUSSBALL – 3. LIGA Bewährungsprobe für neuen FCM-Trainer Wollitz

Zeit des Abtastens vorbei

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Es wird Ernst für Neu-Trainer Claus-Dieter Wollitz (r.) und den Betreuerstab des 1. FC Magdeburg. Nach dreiwöchiger Vorbereitungszeit steht morgen das Drittligaspiel gegen den FSV Zwickau an.

Magdeburg – Die Vorbereitungszeit war kurz, aber intensiv. Gut drei Wochen hatte Neu-Trainer Claus-Dieter Wollitz Zeit, die Spieler kennenzulernen und sie optimal auf die noch 18 bevorstehenden Spiele in der Rückrunde der 3. Liga vorzubereiten. 

Morgen trifft der 1. FC Magdeburg in der heimischen MDCC-Arena auf den FSV Zwickau. Anpfiff gegen den Ostrivalen, der in der Tabelle zwei Plätze und drei Punkte hinter dem FCM (12. Platz) rangiert, ist um 14 Uhr.

Nur zwei Treffer in drei Vorbereitungsspielen, kein Sieg: So richtig zufrieden kann der Trainer noch nicht sein. Doch sowohl gegen Drittliga-Mitkonkurrent Eintracht Braunschweig (0:0), Zweitligist Erzgebirge Aue (1:1) und den belgischen Erstligisten Royal Excel Mouscron (1:2) seien Siege möglich gewesen. Doch das Thema Chancenverwertung schwebt weiterhin wie ein Damoklesschwert über den Blau-Weißen.

Was Wollitz positiv stimmt: „Das Allerwichtigste ist erst einmal, viele Torchancen zu erspielen. Das haben wir in allen drei Spielen gegen gute Gegner gemacht.“ Die Überzeugung und die absolute Gier, den Ball im Tor unterzubringen, müsse aber noch stärker werden. Möglichst schon morgen gegen Zwickau, um mit einem positiven Gefühl zu starten. Nach den ersten Tagen, in denen es nach dem Abtasten viele gute Gespräche gegeben habe, sei es im Trainingslager an der spanischen Westküste bei angenehmen Temperaturen intensiv zur Sache gegangen.

„Wir hatten super Bedingungen“, zog Torhüter Morten Behrens, der auch unter Wollitz die Nummer eins im Magdeburger Kasten sein wird, ein positives Fazit. Sowohl der Trainingsplatz als auch das Hotel, in dem es sich bestens regenerieren ließ, seien super gewesen. Behrens ist froh, dass es nun wieder vor heimischer Kulisse um Drittligapunkte geht. Sein Fokus, der der gesamten Mannschaft und auch von Wollitz liegen nun auf Zwickau, die der Coach für unangenehm hält. Gleichwohl er bei der Pressekonferenz gestern aber auch betonte, nicht zu sehr auf die Taktik der Sachsen zu schauen, sondern bei seinem Team zu bleiben. „Ich möchte unsere Stärken auf den Platz bringen.“

Dass der FCM das Spiel bestimme, sei von der ersten Minute an wichtig. Und, dass er den unbedingten Siegeswillen zeige. Und dieser komme von innen heraus. Auch wenn er seine Schützlinge erst drei Wochen kennt, so ist „Pele“ Wollitz dennoch überzeugt, dass es ihnen gelingen kann.

In die Startformationskarten ließ er sich nicht schauen. Fragezeichen stehen noch hinter dem Einsatz der Offensivkräfte Sören Bertram und Daniel Steininger. Während der Neuzugang aus Fürth noch Aufholbedarf hat, machen Bertram nach einem Ausrutscher am Dienstag muskuläre Probleme zu schaffen. Wollitz hofft aber, dass beide morgen einsatzfähig sind.

Und er hofft auch darauf, dass es gelingt, die nötige Balance und einen guten Rhythmus zu finden, um den Start ins neue Jahr erfolgreich zu gestalten. Er glaubt an die Qualitäten in seinem Team. Auch deshalb tut er sich schwer, über weitere mögliche Neuzugänge zu spekulieren. Das sei den Spielern gegenüber unfair, die bereits beim FCM spielen. „Sie haben alle die Berechtigung, hier zu spielen“, konnte sich Wollitz in drei Wochen bereits ein gutes Bild machen.

VON SABINE LINDENAU

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