Fußball: Thomas Schulze ist neuer Sportmanager beim 1. FC Lok Stendal

„Wollte immer zurück“

Thomas Schulze (l.), bis gestern noch Trainer beim Landesklasse-Team Rot-Weiß Arneburg, wurde von Lok-Präsident Prof. Dr. Ulrich Nellessen als neuer Sportmanager vorgestellt. Foto: Buchholz

Stendal. Fußball-Verbandsligist 1. FC Lok Stendal hat endlich seinen Mann aus der Region gefunden. Thomas Schulze wurde gestern Mittag offiziell von Präsident Prof. Dr. Ulrich Nellessen als neuer Sportmanager des Vereins vorgestellt. Er tritt seinen Dienst sofort an.

Damit ist auch klar, dass sich Landesklasse-Vertreter Rot-Weiß Arneburg umgehend um einen neuen Fußball-Trainer für die erste Männermannschaft kümmern muss. Schulze hatte ursprünglich angekündigt, den Verein erst im Sommer verlassen zu wollen.

„Dass Herr Schulze zu uns kommt, freut mich persönlich sehr“, sagte Lok-Präsident Nellessen. Und auch der neue Sportmanager war voll des Lobes. Er freue sich auf seine neuen Aufgaben: „Es war lange Zeit ein Wunsch von mir, zum 1. FC Lok Stendal zurückzugehen. Das ist für mich der sportlich beste Verein in der Region und hat in den vergangenen Jahren enorm an Ruhe und Kontinuität dazugewonnen“, so der 46-Jährige, der eine B-Lizenz für Fußballtrainer besitzt. Schulze war unter Frank Lieberam von Januar bis Juni 2006 ein halbes Jahr Co-Trainer bei Lok Stendal.

Der gebürtige Merseburger, der lange Jahre in Rheinland-Pfalz gearbeitet hat und vor sieben Jahren in die Altmark kam, soll zukünftig Lok-Coach Volkan Uluc bei der Trainingsarbeit unterstützen, sich bis zum Sommer um den Wiederaufbau der zweiten Männermannschaft kümmern und als Bindeglied zwischen den Spielern und dem Vereinsvorstand fungieren.

„Wir wollten immer einen Mann der Praxis. So einer ist Herr Schulze. Er wird uns helfen, mehr Spieler aus der Altmark zum Verein zu holen“, glaubt Nellessen. Thomas Schulze, der als Trainer in der Altmark bereits in Tangermünde, Osterburg und eben Arneburg gearbeitet hat, betonte, dass es für ihn nicht leicht werde, neue Spieler nach Stendal zu holen. Ein Transfer im Sommer – und daraus machte er kein großes Geheimnis – steht allerdings schon so gut wie fest. Innenverteidiger Christian Nix kommt von Rot-Weiß Arneburg zum 1. FC Lok. Dass ihm noch weitere, vor allem junge Spieler folgen, ist natürlich nicht ausgeschlossen.

Die Arneburger Verantwortlichen waren überrascht, dass Schulze sie so schnell verlässt, beriefen für gestern Abend allerdings gleich eine Sitzung ein. Mit großer Wahrscheinlichkeit wird Mario Wesche, seit Sommer Co-Trainer von Schulze bei den Rot-Weißen, nun zum Chefcoach aufrücken. „Wir müssen mit ihm aber erst noch sprechen“, so Udo Wiechmann, Verantwortlicher der RW-Senioren.

Von Christian Buchholz

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