Fußball – Oberliga: 1. FC Lok Stendal empfängt morgen den Charlottenburger FC

„Wollen uns nicht einigeln“

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Kapitän Philipp Groß (l.) und der 1. FC Lok Stendal konnten im Pokalspiel in Ottersleben Selbstvertrauen tanken. Morgen erwarten sie den Charlottenburger FC im Stadion Am Hölzchen.

Stendal. Kein Punkt aus bislang vier Partien: Es ist an der Zeit für den 1. FC Lok Stendal, den ersten Sieg einzufahren. Morgen ab 14 Uhr erwartet die Körner-Elf den Charlottenburger FC Hertha 06. Eine noch unbekannte Größe für den Trainer.

„Es ist eine Mannschaft, die einen großen Umbruch vor der Saison hatte“, hat sich Sven Körner natürlich informiert. Die Berliner haben einen fast komplett neuen Kader mit vielen jungen, überwiegend ausländischen Spielern. „Sie versuchen, sehr viele spielerische Elemente reinzubringen“, ist Stendals Cheftrainer überzeugt. Doch die sieben Tabellenpunkte zeugen auch davon, dass der Charlottenburger FC mit einer guten Organisation agiert und der Umbruch Früchte trägt. „In der letzten Saison haben sie bis zum letzten Tag gegen den Abstieg gespielt“, so Körner. Er ist sich sicher: „Das wird für uns eine Herausforderung und eine harte Nummer. “ Dennoch ist das Ziel klar: Nach den knappen Niederlagen der ersten Spiele endlich punkten.

Der deutliche Sieg vor einer Woche im Landespokal beim VfB Ottersleben sollte seiner Mannschaft neues Selbstbewusstsein geschenkt haben. Der Trainer setzt auf die Grundordnung der Partie in Magdeburg und wird seine Startelf wohl im 4-2-3-1-System aufstellen. Die einzige Spitze ist dann höchstwahrscheinlich Vincent Kühn, denn Körner muss auf seinen besten Angreifer verzichten. Niclas Buschke kann aus privaten Gründen nicht auflaufen. Das tue schon sehr weh. Steven Schubert ist verletzungsbedingt nicht dabei, das gilt auch für Max Salge. „Er ist aber auf dem Weg der Besserung.“ Hinter dem Einsatz von Martin Gödecke stehe ein Fragezeichen. Er laboriert an einer Erkältung. Der Lok-Coach hofft aber, dass er bis morgen wieder fit ist. Denn: „Martin hat eine sehr gute Entwicklung genommen, ist im letzten Jahr noch zwischen Bank und Platz gependelt.“ Inzwischen habe er Führungsqualitäten, auf die Körner nicht verzichten möchte.

Die Trainingswoche sei nicht so gut gestartet. „Mit dem Dienstag können wir nicht so zufrieden sein.“ Doch ein ordentlicher Trainings-Donnerstag stimmt den Übungsleiter wieder optimistisch. Für ihn ist die Marschroute klar: „Wir wollen dem Gegner schon wehtun und uns nicht einigeln.“ Doch wichtig sei zunächst, wie in jeder Partie, die Arbeit in der Defensive. Das eigene Tor abzusichern, sei die Basis. Dann gelte es, Akzente im Angriffsspiel zu setzen und sich mit Toren und den ersten Punkten der Saison zu belohnen.

Von Sabine Lindenau

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