Christian Wernecke ist "Bester Spieler" beim 26. Altmark-Masters in Beetzendorf

Die Wirkung der Ehre

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Wo er ist, wird es gefährlich: Christian Wernecke (Mitte). Über den gewählt besten Spieler lief das Spiel bei Heide Letzlingen. 

Beetzendorf. Übersicht, Ruhe am Ball und eine klare Sicht auf die Dinge.

Christian Wernecke (32), Stürmer des Fußball-Landesligisten Heide Letzlingen, war beim 26. Altmark-Masters der Altmark-Zeitung am Sonntag in der Sporthalle in Beetzendorf nicht nur der beste Spieler des Turniers, wie das Votum der Vereinsverantwortlichen entschied, sondern schätzte seine Mannschaft im Abstiegskampf der Landesliga realistisch ein – und das kurz nach seinem Erfolg.

Seine Auszeichnung und die Leistung des Teams könnte den Letzlingern, die in der Tabelle zur Winterpause auf dem gefährlichen zwölften Platz stehen, vielleicht weiterbringen. „Jetzt ist es gerade okay, aber es wird sehr, sehr schwer. Was uns auszeichnet: Wir sind eine gute, zusammengeschweißte Truppe. Auf die Dauer bringt das vielleicht das Quäntchen mehr. Wir werden auch keine zehn Neuzugänge haben“, sagt Wernecke. Der Offensivmann rechnet mit dem verschärfteren Abstiegskampf.

Aber das AZ-Turnier in Beetzendorf gibt vielleicht den Schub für die Rückrunde. Heide schaffte es schließlich auch dank Werneckes Auftritt in die Endrunde. „Wir haben jetzt drei Turniere gespielt, eines haben wir gewonnen in Oebisfelde. Jetzt haben wir hier einigermaßen gut abgeschnitten. Ich hoffe, dass das für uns auch ein bisschen Wind bringt“, erklärte Wernecke nach dem Viertelfinal-Aus.

Dass sich Letzlingen um seinen besten Spieler im Viertelfinale geschlagen geben musste, stimmte ihn nicht traurig. Das Aus folgte immerhin gegen den Turniersieger 1. FC Lok Stendal. „Gegen Lok haben wir uns nicht so schlecht verkauft. Das war in Ordnung. Davor haben wir es nicht so schlecht gemacht. Wir haben uns hier gut verkauft. Gegen den Turniersieger rauszufliegen, ist in Ordnung – es gibt schlimmeres“, merkte der Top-Spieler in Beetzendorf nach dem 1:3 an.

Der erfahrene und torgefährliche Letzlinger verteilte bis dahin nicht nur geschickt die Bälle, sondern traf auch noch für sein Team drei Mal. In der Halle fühlt er sich wohl. „Ich spiele schon sehr gerne in der Halle. Ich mache viel mit dem Körper. Ich bin nicht mehr im jüngsten Alter, nehme aber jedes Hallenturnier gerne mit. Es macht mir einfach Spaß. Jetzt ist Winterpause, man muss sich bewegen“, erklärt Wernecke. So gut, dass er zum bester Spieler gewählt wurde. Übrigens nicht zum ersten Mal. Zwei Mal erhielt Wernecke schon die Auszeichnung zum Top-Mann. „Aber das ist schon ein bisschen her“, erinnert er sich noch schwach. 2006 und 2009 war das. Bilder vom 26. Altmark-Masters finden Sie unter.

Von Benjamin Post

26. Altmark-Masters: Die Ko-Runde

26. Altmark-Masters der Altmark Zeitung: die Vorrunde 


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