Fußball, Verbandsliga: Stendaler Stabilität wird heute in Halle getestet

Es wird intensiv

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Kapitän Philipp Groß (links) ist mit seinem 1. FC Lok Stendal auf Kurs. Als Tabellenführer reisen die Altmärker heute zum schweren Auswärtsspiel beim BSV Halle-Ammendorf.

Stendal. Der Start in eine Saison zählte in der jüngeren Vergangenheit nicht zu den Stärken des 1. FC Lok Stendal. Häufig ließen die Altmärker in den ersten Spielen wichtige Zähler liegen, die am Jahresende zu einer besseren Platzierung fehlten.

Mit dem Titel- und Aufstiegskampf der Verbandsliga hatten die Altmärker deshalb nur selten etwas zu tun. In diesem Jahr nun scheint der 1. FC Lok bereit zu sein für den ganz großen Angriff. Drei Siege aus drei Spielen lassen die Träume vom großen Wurf reifen, denn auch die sonst eher anfällige Abwehr steht inzwischen stabil. Wie gefestigt der aktuelle Tabellenführer tatsächlich ist, wird sich heute Nachmittag (15 Uhr) beim Punktspiel in Halle-Ammendorf zeigen.

Die Hallenser zählen seit Jahren zum Besten, was die Liga zu bieten hat und waren auf eigenem Platz für die Stendaler kaum zu knacken. Erst in der vergangenen Saison gelang der erste Sieg in der Saalestadt mit einem überzeugenden 4:1. Man habe die Ammendorfer damals eiskalt ausgekontert, erinnert sich Lok-Trainer Sven Körner, der auch heute einen offensiv eingestellten Gegner erwartet. „Das ist eine Mannschaft, die Fußball spielen will“, ist sich der Stendaler Coach sicher. Aber werden die Gastgeber dem 1. FC Lok nach den Erfahrungen des Vorjahres noch einmal derart ins offene Messer laufen, zumal sie mit bislang erst einem Zähler auch schwach in die Saison gekommen sind? „Das ist eine technisch starke Mannschaft, die genauso nach vorne spielen will wie wir. Deshalb wird es eine sehr intensive Partie werden“, stellt sich Körner eher auf einen Schlagabtausch als auf einen defensiv ausgerichteten Kontrahenten ein.

Auf seine Erfolgsformation der vergangenen Wochen wird der Trainer dabei nicht zurückgreifen können. Neben den Langzeitverletzten Juninho und Tim Schaarschmidt fällt jetzt auch Steven Schubert mit einer Knieverletzung aus. Dessen potenzieller Ersatz, Lukas Breda, wird krankheitsbedingt ebenfalls nicht im Kader stehen. „Ich habe da aber verschiedene Lösungen im Kopf“, versichert der Trainer. Martin Gödecke, der zuletzt als Joker überzeugte, ist trotz des Schubert-Ausfalls noch keine Alternative für die Startelf. „Das kommt zu früh“, will Körner den variabel einsetzbaren Offensivmann weiterhin behutsam aufbauen. Der gute Saisonstart erlaubt schließlich diesen Luxus.

• So könnte Lok spielen: Giebichenstein - Groß, Werner, Mahrhold, Gebauer, Instenberg, Erdmann, Krüger, Buschke, Salge, Nellessen.

Von Tobias Haack

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