HANDBALL – VERBANDSLIGA Schweres Restprogramm im Abstiegskampf

Für den HV Lok wird es ernst

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Tüfteln am Klassenerhalt: Die Trainer Frank Ziekau und Jörg Schulze (links) stehen mit dem abstiegsbedrohten Handball-Verbandsligisten HV Lok Stendal in den kommenden Wochen vor schweren Aufgaben.

Stendal – Für den Handball-Verbandsligisten HV Lok Stendal geht es im Abstiegskampf zum Saisonendspurt in die heiße Phase. Die Mannschaft von Frank Ziekau und Jörg Schulze befindet sich weiterhin im Rennen.

Grund dafür ist der mehr oder minder erfolgreiche März, als die Stendaler zwei wichtige Siege gegen die Abstiegskonkurrenten SV Wacker Westeregeln und den TuS Magdeburg-Neustadt einfuhren.

Somit ist der HV Lok im Tabellenkeller nach wie vor da. Zum richtigen Zeitpunkt. Der Blick auf das Restprogramm der Altmärker gegen mehrere Aufstiegskandidaten macht die Mission Klassenerhalt nicht unmöglich – aber auch nicht unbedingt leichter. Mit der Altmark Zeitung sprach Trainer Jörg Schulze über die kommenden Verbandsliga-Aufgaben und ein mögliches Endspiel am letzten Spieltag gegen den Güsener HC.

Wochen der Wahrheit stehen an. Jedes Spiel ist richtungsweisend. Und gleicht für die HV Lok-Handballer einem Endspiel. Das ist auch Jörg Schulze bewusst. Die Punkte gegen Westeregeln und den TuS wahren die Hoffnung auf den Klassenerhalt. „Wir haben gegen Westeregeln gewonnen. Das war ganz wichtig, weil da hätten wir auch den direkten Vergleich gewonnen, wenn es am Ende eng bleibt.“

In beiden Spielen zeigten die Stendaler eine gute Leistung. Spielfreude vermischte sich mit Biss und ebnete den Weg zum Sieg. Wäre die jüngste Partie gegen die Magdeburger nicht so positiv verlaufen, kämen die Verantwortlichen des HV Lok mit Blick auf die Tabelle ins Grübeln. „Ganz ehrlich, ich hätte keinen Schlussstrich ziehen wollen. Aber dann wären die Chancen äußerst gering gewesen“, so Schulze.

Diese Leidenschaft aus den Abstiegsduellen gilt es in den nächsten Spielen abzurufen. Schulze fordert, dass seine Mannschaft so aggressiv arbeite wie gegen den TuS Magdeburg. „Sicherlich sind das jetzt schwere Gegner, die wir haben. Aber wir haben Haldensleben und Seehausen zu Hause“, wittert Schulze seine Chance. Und: „Seehausen ist ein Derby. Da kann man sich auch reinsteigern. Da haben wir aus dem Hinspiel etwas gutzumachen.“

Dass sich Stendal in solch einer prekären Situation befindet, ärgert den Trainer sehr. Die Altmärker haben nach Schulzes Aussagen aufgrund des schwachen Defensivverhaltens „zu viele Spiele verloren.“ Und wenn es hinten hapert, läuft es meistens vorne auch nicht besser: „Wir verwerfen teilweise zu einfache Chancen.“

In den Duellen mit den Aufstiegsanwärtern HSV Haldensleben (1.), Glinder HV Eintracht (2.) und der SG Seehausen (4.) darf so etwas nicht passieren. Gegen den TuS Magdeburg hatte Schulze eine volle Bank zur Verfügung. Darauf hofft er auch zum Saisonendspurt. Je mehr Alternativen, desto besser. Auf große Rechenspiele lässt sich der HV Lok-Coach nicht ein und weiß, was am Ende nötig ist. „Wir müssen einfach einen Punkt mehr haben als die Anderen.“

Bei der Dramatik winkt Stendal am letzten Spieltag ein mögliches Abstiegs-Finale. Um alles. Im Idealfall ist der Klassenerhalt aber vorher geschafft. „Das letzte Spiel gegen Güsen könnte natürlich auch ein Endspiel werden“, ahnt Schulze und appelliert an sein Team: „Jetzt muss die Truppe auch da sein.“

VON PATRICK NOWAK

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