Fußball – Oberliga: 1. FC Lok Stendal tritt heute beim Torgelower FC Greif an / Keine Trainersuche

„Wir wollen ein Zeichen setzen“

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Für Lukas Breda und den 1. FC Lok Stendal geht es heute beim Torgelower FC Greif um die ersten Saisonpunkte.

Stendal. „Wir wollen ein Zeichen setzen. “ Die Mannschaft könne sich jetzt nicht zurücklehnen und sagen, der Trainer sei entlassen worden und damit eine schlechte Leistung begründen. Das gibt Daniel Fest vor.

Der zum Interims-Coach berufene bisherige Co-Trainer des 1. FC Lok Stendal hat in zwei Übungseinheiten in dieser Woche vor allem an den offensiven Defiziten der Mannschaft gearbeitet. Nachdem sie am Dienstagabend ohne ihn trainieren musste, da Fest privat verhindert war, ging es an den beiden Tagen darauf intensiv um fußballerische Einheiten. Mit dem Fazit: „Das Training ist sehr gut gelaufen. “.

Und so fährt der neue Coach heute mit seinem Team zum Torgelower FC Greif. Eine Elf, über die Fest kaum etwas weiß. „Ich gehe davon aus, dass es eine sehr engagierte Mannschaft sein wird.“ Mit vielen ausländischen Akteuren in ihren Reihen ließe sich die Truppe aber nur schwer einschätzen. Zuletzt hat der Torgelower FC Greif verloren, steht momentan auf Platz elf der Oberliga-Tabelle. „Es ist also nicht so, dass wir da chancenlos hinfahren“, ist der Lok-Trainer überzeugt.

Chancenlos, das war die Mannschaft auch unter Sven Körner nie. Was zumeist gefehlt hat, war die Durchschlagskraft im Angriff. Und genau hier möchte Fest ansetzen. Sein Plan ist es, den Gegner unter Druck zu setzen. Was auswärts naturgemäß schwerer fällt als vor heimischer Kulisse. „Dass es keine einfache Aufgabe wird, ist mir klar“, sagt der Interims-Coach.

Er muss heute auf die Langzeitverletzten Moritz Instenberg, Steven Schubert und Max Salge verzichten. Außerdem fällt Johannes Mahrhold noch aus, der nach seiner Verletzung erst langsam wieder zurückkehrt. Nils Breda fehlt arbeitsbedingt, Tim Seidel-Holland ist erkrankt. Alle anderen stehen zur Verfügung. Auch Niclas Buschke wird auflaufen. „Er ist fußballerisch eine große Hilfe“, setzt Fest auf den schnellen Angreifer, der über den Flügel kommen und für Tore sorgen soll. „Er muss seine Fähigkeiten noch optimaler nutzen.“

Ohnehin erwartet der neue Übungsleiter keine Wunder. „Es ist ein Prozess.“ Die derzeitige Unruhe tue der Mannschaft nicht gut. Sie habe die neue Situation aber angenommen und stelle dies im Training unter Beweis, ist Fest froh. Er habe sich am Mittwoch mit dem Vorstand über die Interims-Lösung verständigt. Ob eine Cheftrainerposition daraus wird, weiß er nicht. Die Vereinsspitze sei nicht auf der Suche. „Wir haben doch einen Trainer“, so Lok-Präsident Ulrich Nellessen gestern auf Nachfrage der AZ. Spekulationen, woraufhin der Vorstand eine externe Lösung anstrebe, nahm er somit den Raum. Das klingt, als würde Daniel Fest im Amt bleiben.

Von Sabine Lindenau

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