Fußball, Verbandsliga: Der 1. FC Lok Stendal und die Lehren des schwachen Auftakts

„Wir wollen Stress machen!“

Der 1. FC Lok Stendal um Franz Erdmann (links) und Lukas Breda (rechts) lief in Burg der Musik hinterher. Statt dem Gegner Druck zu machen, präsentierten sich die Altmärker zu zaghaft und ließen sich von der unbequemen Spielweise des Aufsteigers den Schneid abkaufen. Gegen Merseburg soll eine Reaktion folgen. Foto: privat

Stendal. „Es war so leise, du hättest eine Stecknadel fallen hören können“, beschreibt Sven Körner die Stimmung seiner Mannschaft. Gemeint war damit aber nicht etwa die Traueratmosphäre in der Kabine des 1.

FC Lok Stendal nach der verkorksten Partie beim Burger BC (0:1), sondern der Geräuschpegel in den 90 Minuten zuvor auf dem Platz im Parkstadion zu Burg.

Der Trainer hatte viel auszusetzen am Saisonauftakt seiner Elf. Die Liste der Mängel war lang. Zu wenig Laufbereitschaft, keine Rhythmuswechsel, schwache Standards und vieles mehr. Doch am meisten störte Körner die Ruhe auf dem Platz, hatte er doch noch vor der Saison verlangt, dass sich seine Mannschaft permanent untereinander antreiben solle. In Burg funktionierte die Umsetzung dieser Vorgabe schon mal überhaupt nicht.

Für den Trainer, der nach der ernüchternden Vorstellung zwei Tage brauchte, um seine gute Laune wiederzufinden, kein Grund von seinen Plänen abzuweichen. „Wir müssen auf dem Platz Alarm haben

und wollen dem Gegner Stress machen“, bekräftigt er stattdessen seine Idee der sich selbstständig coachenden Mannschaft.

Und die, so ist sich Körner sicher, ist diesbezüglich definitiv bemüht, es besser zu machen. Schon das Montagstraining habe ihn in dieser Einschätzung bestätigt. „Da war eine tolle Intensität drin“, schwärmte Körner, der auf eine Strafeinheit verzichtete und stattdessen verschiedene Spielformen mit Wettkampfcharakter auf den Plan setzte. Sein Team dankte es mit einer engagierten Leistung.

Schritt eins hin zu einem besseren 2. Spieltag am Sonntag 14 Uhr gegen Merseburg wurde also gemacht, Schritt zwei folgt am Donnerstag. Dann nämlich wird das Burg-Spiel ausgewertet – in Theorie und Praxis. Spätestens danach weiß jeder einzelne Lok-Spieler, was er im ersten Heimspiel der Saison verbessern muss, um eine erneute Pleite und damit den Fehlstart in die Verbandsliga zu vermeiden.

„Die Mannschaft, die am Sonntag auf dem Platz steht, wird brennen“, hält Körner eine Wiederholung des schwachen Burg-Spiels für ausgeschlossen. Mit einer ordentlichen Lautstärke auf dem Platz wäre der Grundstein gelegt.

Von Tobias Haack

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