Nach 14 Jahren: 1. FC Lok Stendal mit Oberliga-Start im Heimspiel gegen Einheit Rudolstadt

„Wir wollen positiv aufdrehen“

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Christos Leridis ist neu am Ball bei den Stendalern. Ob der Linksaußen am ersten Spieltag gleich in die Startelf rückt, ist fraglich. 

Stendal. 292 Kilometer trennen Stendal und Rudolstadt. Wie weit der 1. FC Lok Stendal vom FC Einheit Rudolstdt enfernt ist, zeigt sich am Sonntag ab 14 Uhr. Die Thüringer sind der erste Gast der Stendaler bei ihrer Rückkehr in die Fußball-Oberliga nach 14 Jahren.

Zum Start in die lang ersehnte Saison in der fünften Liga kommt am Sonnabend gleich ein gestandener Oberligist ins Stadion „Am Hölzchen“.

Wo Lok nach seiner vierwöchigen Vorbereitung steht, wird vielleicht schon am Sonntag zu sehen sein. Nach dem Trainingsauftakt für die neue Spielzeit lief das Training aus personeller Sicht nicht wie gewohnt. In Martin Krüger fällt ein Leistungsträger und Meisterspieler der Verbandsliga sicher verletzt noch aus, Juninho auch (krank). Stammspieler Nummer zwei, Benedikt Nellessen, weist nach einer Verletzung Trainingsrückstand auf.

Doch Lok-Trainer Sven Körner hat in seinem Kader genügen Alternativen, die darauf brennen, im heimischen Stadion endlich Oberliga zu spielen. Die Gefahr des Überdrehens sieht Körner nicht. „Wir wollen positiv aufdrehen – nicht überdrehen“, sagt der Coach. Körner erklärt die Stimmungslage im Lok-Lager: „Wir sind voller Vorfreude, aber völlig entspannt. Ich denke, wenn die Jungs am Sonntag aufstehen, wissen sie, um was es geht.“

Die Oberliga wird für 90 Prozent der Spieler Neuland – also müssen alle Vollgas geben, um adäquat mitzuspielen. „Wir müssen über 90 Minuten an unsere Grenzen gehen“, gibt der Trainer den Weg für die neue Liga vor. Aber die letzte Saison und auch die Testspiele haben gezeigt, dass die Stendaler ein unbequem zu spielender Gegner sind. Seine dynamische Spielweise will Lok auch in der Oberliga nicht ändern. Das Motto könnte lauten: Besinne dich auf das, was die stark macht. Das „aktiv-aggressive nach vorne verteidigen“ soll auch in der fünfthöchsten Spielklasse vorgetragen werden.

Wie sich Lok und die Rudolstädter, die ähnlich wie Stendal mit einem jungen Mannschaft daherkommen, zum Auftakt begegnen? Für Körner fraglich. „Am ersten Spieltag ist alles immer eine Wundertüte“, merkt der Coach an. Das Trainer-Team habe den Spielern „Inhalte an die Hand gegeben“, die es im Spiel anzuwenden gilt. Das Training hatte „in den letzten Tagen eine sehr ordentliche Qualität“.

Und wie Lok, dass seine Generalprobe mit 7:0 gegen den Verbandsligisten Magdeburger SV Börde ziemlich gut hinlegte, waren auch die Thüringer im letzten Test erfolgreich. Rudolstadt schlug den Thüringen-Liga-Aufsteiger SG FC Thüringen Weida mit 3:1. Doch jetzt wartet Stendal.

Von Benjamin Post

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