Die vier altmärkischen Fußball-Landesligisten unter der Lupe: In Bismark läuft es am Besten

„Wir sind auf einem guten Weg“

Gegenwehr zeigen: Tangermündes Mittelfeldmann Michael Fraaß (rechts, im Zweikampf mit Christian Wagner vom Schönebecker SV) und seine Kollegen rennen, als Aufsteiger in die neue Liga, Rückständen hinterher. Fotos: Post (2), Jacobs, Verein

Altmark. Fünf Spieltage sind in der Fußball-Landesliga absolviert. Für die Sportredaktion der Altmark-Zeitung Grund genug, den Saisonstart der vier altmärkischen Teams näher unter die Lupe zu nehmen.

TuS Bismark

Fünf Spiele, drei Siege, Tabellenplatz drei punktgleich mit Spitzenreiter VfB Ottersleben, nebenbei noch ein neues System eingeführt. Die Bismarker wollen trotzdem nicht abheben. „Wir müssen den Ball flach halten“, fordert TuS-Trainer Dirk Grempler. Für den Coach, der mit seiner Mannschaften die Viererkette einstudiert hat und die schon erste Erfolge aufweist, steht die Entwicklung der Spieler im Vordergrund. „Ich sehe, dass die Jungs wachsen“, erklärt der Coach. Die Abwehr steht bisher von Spiel zu spiel sicherer, das Offensivspiel über die Außenbahnen ebenso und vorne trifft Ein-Mann-Sturm Carlo Rämke derzeit wie er will – acht Tore hat die Nummer sieben schon erzielt. Was für eine Momentaufnahme beim Abstiegskandidaten der Vorsaison. Grempler entspannt: „Wir denken nur von Spiel zu Spiel.“

Möringer SV

Rico Matschkus benötigte nicht viel Zeit, um die Liga einzuschätzen. Der neue Trainer des Möringer SV erkannte, „dass Jeder Jeden schlagen kann“. „Das zeigt, wie ausgeglichen die Liga ist“, merkt Matschkus an. Seine Mannschaft ist noch auf der Suche nach Konstanz, gleichwohl schaut der sechste Platz im Klassement ziemlich gut aus – und das trotz Personalproblemen. Matschkus bemängelt, dass er „nicht einmal die gleiche Aufstellung“ auf den Rasen bringen konnte. „So kriegt man keine Konstanz rein“, weiß der Coach. Nächste Hiobsbotschaft für die von Verletzungssorgen geplagten Möringer: Mittelfeldmann Oliver Appel fällt mit einem Schien- und Wadenebeinbruch aus. Seine Person in der Zentrale muss Matschkus beim nächsten Spiel also wieder ersetzen ...

Saxonia Tangermünde

Immerhin holen die Aufsteiger aus Tangermünde immer wieder frühe Rückstände auf und erreichten so bislang drei Unentschieden und einen Sieg. Das kostet aber Kraft. Den Grund für das Auf- und Ab bei der Saxonia hat Trainer Heiko Gödecke ausgemacht. „Wir haben uns noch nicht gefunden“, konstatiert Gödecke. Sieben neue Spieler kamen, zuletzt beim 3:3 gegen den Schönebecker SV standen fünf Neue in der Startelf. Leistungsträger Marcel Werner (vom Verbandsliga-Meister Haldensleber SC) verletzte sich mit einem Muskelbündelriss und fällt noch aus. Ein Vorteil: Der Angriff um Neu-Stürmer Andy Borchert (vier Tore) und Lars Korte (fünf) trifft.

Grün-Weiß Potzehne

Für den einzigen westaltmärkischen Vertreter gingen die ersten drei Partien völlig in die Hose. Nach drei Pleiten fand man sich am Tabellenende wieder. Für Coach Nico Bremse hatte das Gründe. „Unsere Vorbereitung war nicht optimal. Es gab viele Probleme, vor allem personeller Art. Dennoch hätten die Niederlagen gegen Burg und Ottersleben nicht sein müssen“, findet Bremse. Von Verletzungssorgen kann der Trainer derzeit immernoch ein Lied singen, doch er tut es nicht und konzentriert sich auf die Spieler, die zur Verfügung stehen. Mit Erfolg. Die Formkurve steigt. Das haben die Grün-Weißen beim 2:1-Sieg in Irxleben und beim 0:0 gegen Halberstadt II gezeigt. „Der 4:2-Sieg gegen Aschersleben im Landespokal hat uns Selbstvertrauen gegeben“, erkärt Bremse. Mit diesem Selbstvertrauen ist sich der Coach des derzeit auf einem Abstiegsplatz stehenden Teams sicher: „Wir sind auf einem guten Weg.“

Von Michael Jacobs und Benjamin Post

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