FUSSBALL Letzlingen-Verfolger Möringen bleibt gelassen / Das große Aber

„Wir jagen die nicht“

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Bleibt bescheiden: Möringens Interimstrainer Philipp Dieckmann. Aktuell liegt seine Elf auf dem zweiten Platz, trifft aber noch auf Spitzenreiter Heide Letzlingen.

Möringen – Der jüngste 5:2-Auswärtssieg des Fußball-Landesklassisten Möringer SV beim SV Medizin Uchtspringe war in der Höhe beeindruckend. Damit beendete der MSV die Serie der Elf von Rico Matschkus, die seit Ende September nicht mehr verloren hatte.

Als einziges Team aus der Ostaltmark hat sich die Mannschaft von Interimstrainer Philipp Dieckmann in den Top-Drei der Landesklasse zwischen zwei westaltmärkischen Teams etabliert.

Fünf Punkte fehlen zum Spitzenreiter Heide Letzlingen, drei Zähler hinter Möringen rangiert Eintracht Salzwedel. Die Rolle des Jägers lehnt Dieckmann gegenüber der Altmark Zeitung eindeutig ab. Ein großes Aber gibt es dennoch.

„Wir spielen einfach Woche für Woche und haben jetzt zu Hause Osterburg vor der Brust“, erspart sich der MSV-Coach Kampfansagen in Richtung Letzlingen und schiebt nach: „Wir schauen, für was es am Ende reicht.“ Der Aufstieg in die Landesliga wurde beim MSV bekanntlich nie als Ziel ausgerufen.

Möringen fühlt sich dennoch als Tabellenzweiter der Landesklasse wohl. Dass Letzlingen nicht gejagt wird, liegt an den wechselhaften MSV-Ergebnissen. „Man hat dann ein Spiel zu Hause, wo man 1:5 gegen Salzwedel verloren hat. In Möringen ist immer vieles möglich. Man gewinnt deutlich, man verliert deutlich und ein Unentschieden gibt es eigentlich kaum.“

Aufgrund der fehlenden Konstanz verzichten die Möringer auf große Töne und stellen klar: „Letzlingen ist so konstant. Wenn die erst mal Punkte liegen lassen, freut man sich natürlich. Aber wir jagen die jetzt nicht.“ Am 5. Mai empfängt der MSV Tabellenführer Heide Letzlingen zum Landesklasse-Spitzenspiel. Damit beginnen auch die Rechenspiele. Wenn auch nur im Hinterkopf. Möringen konzentriert sich in erster Linie nur auf sich selbst und müsse einfach die eigenen Hausaufgaben machen, sagt Dieckmann. Vorher gilt es, die Generalprobe gegen den Osterburger FC zu bestehen.

Auf das Duell mit Letzlingen hat Dieckmann dennoch ein Auge. „Sollte man da erfolgreich das Spiel gestalten, sind es zwei Punkte“, rechnet der Coach vor und lässt das große Aber in Bezug auf den ersten Platz folgen: „Aber wenn sich die Chance ergibt, sollte man jetzt nicht Nein sagen.“ Im gleichen Moment bremst Philipp Dieckmann gekonnt ab und flüchtet sich in die klassische Bescheidenheit. „Salzwedel sitzt uns auch im Nacken und hat noch ein Nachholspiel in Uchtspringe. Da könnte man auch den zweiten Tabellenplatz verlieren.“

VON PATRICK NOWAK

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