HANDBALL – BUNDESLIGA SCM bereit für das Spitzenduell gegen Kiel

„Wir haben viel Qualität“

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Abheben und durchstarten: Kapitän Christian O’Sullivan und der SC Magdeburg erwarten heute Abend den THW Kiel in der GETEC-Arena.

Magdeburg – Drei Spiele, drei Siege: Die Handballer des SC Magdeburg gehen heute Abend als Tabellenführer in das Spitzenduell gegen den THW Kiel. Der Meisterschaftsfavorit der meisten Bundesligatrainer ist ebenfalls noch verlustpunktfrei, hat aber erst zwei Partien absolviert.

In Sachsen-Anhalts Landeshauptstadt ist die Vorfreude groß. Anwurf des Spiels in der GETEC-Arena, das live im Ersten übertragen wird, ist um 18. 10 Uhr.

„Die Jungs freuen sich jetzt einfach auf Kiel. Das Spiel ist allgegenwärtig“, richtete Bennet Wiegert den Fokus nach dem souveränen 39:27-Erfolg über die HSG Nordhorn-Lingen am Mittwochabend schon auf den heutigen Gegner. Der SCM-Trainer möchte den vierten Sieg in Serie einfahren. Gleichwohl der THW Kiel ein anderes Kaliber ist, als die bisherigen Kontrahenten. Doch die Magdeburger sind in dieser Saison in der Breite besser aufgestellt, können jeden bezwingen.

Wiegert konnte es sich am Mittwoch leisten, den Top-Torjäger der abgelaufenen Saison auf der Bank sitzen zu lassen. Der für Matthias Musche eingesetzte Lukas „Speedy“ Mertens machte ein starkes Spiel. Seine Wurfquote lag bei 100 Prozent. Musche habe es über die volle Distanz in Lemgo gut gemacht. „Jetzt werden es beide gegen Kiel richtig gut machen“, lässt der Coach Wechselabsichten durchblicken, spricht von einfachem Kadermanagement. Ein Luxusproblem, das Wiegert auch auf den anderen Positionen hat. „Wir haben viel Qualität im Kader.“ 28 der 39 Treffer haben seine Schützlinge zuletzt aus dem Tempospiel heraus erzielt. Im Positionsangriff sieht er hingegen noch Steigerungspotenzial. „Aber das ist auch gut so.“

Viel Zeit, sich auf den Vizemeister und DHB-Pokalsieger der zurückliegenden Spielzeit vorzubereiten, blieb dem SC Magdeburg nicht. Schon am Donnerstagnachmittag stand die erste Trainingseinheit mit Blick auf Kiel an. Gestern ging es weiter. Englische Wochen ist der Handball-Bundesligist gewohnt. Das Training werde in diesen Phasen runtergefahren. „Aber die Intensität muss bleiben, die brauchen wir.“

Damit auch die Qualität bleibt. „Ich habe immer gesagt, wir wollen irgendwann so sein wie Bayern München im Fußball, dass sie sich innerhalb ihres Teams richtig duellieren können. Das macht unser Training besser“, erklärt Wiegert. Zurzeit klappt dies bestens. Die Magdeburger Mannschaft präsentiert sich sehr homogen. Das sei schön für jeden Trainer. „Und dann gucken wir, was wir gegen Kiel rausschmeißen können“, ist der Coach überzeugt, dass jeder Spieler alles abrufen wird, was in ihm steckt.

Auch Albin Lagergren, der im zweiten Spiel in Folge Einsatzminuten bekam. Bei 100 Prozent sei er noch nicht. Der Fuß mache zwar keinerlei Probleme mehr. Doch bei Überlastung könne es schnell zu muskulären Problemen kommen. Darum werde er peu à peu wieder integriert. Auch heute Abend gegen Kiel, das auch für Bennet Wiegert immer noch Titelkandidat Nummer eins ist, wird der Linkshänder sicher wieder mit auflaufen.

VON SABINE LINDENAU

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