1. FC Lok Stendal mit 2:1-Sieg in der Fußball-Verbandsliga gegen Haldensleber SC

Wiedersehen macht Freude

Benedikt Nellessen (Mitte) kämpfte viel, ein Tor gelang dem einzigen Stürmer des 1. FC Lok gegen Haldensleben um Kapitän Chris Markstein nicht.
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Benedikt Nellessen (Mitte) kämpfte viel, ein Tor gelang dem einzigen Stürmer des 1. FC Lok gegen Haldensleben um Kapitän Chris Markstein nicht.
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Stendal. Beim Wiedersehen zwischen Sven Körner und Thomas Schulze gab es keine Geschenke zu verteilen. Es musste sich alles hart erarbeitet werden, was da auf dem grünen Rasen zwischen den beiden Kästen abging.

Körners Mannschaft, der 1. FC Lok Stendal, musste schließlich endlich mal wieder Punkte sammeln, damit es nicht noch weiter abwärts geht in der Tabelle, Schulzes Haldensleber SC höchstens, weiter keine Zähler abzugeben. Der selbstbewusste Gast, ungeschlagen in der Fußball-Verbandsliga, trat kompakt auf im Stadion „Am Hölzchen“. Aber auch das Team von Körner stand mit der geforderten Aggressivität auf dem Platz. Den Mannen um Körner gelang in dem Duell ein 2:1 (1:1)-Überraschungssieg.

Die Gefahr ging allerdings durchaus, vor allem in der ersten Halbzeit, von den Schulze-Mannen aus, das war von Beginn an zu sehen. Ein gefährlicher Ball, flach in die Spitze und bei Lok schlug der Puls höher. Immerhin gelang das dem HSC, der auch mit Stockfehlern zu kämpfen hatte, in Durchgang eins nur ein Mal. Und Tobias Herrmann schloss zur Führung ab. Bei den Stendalern hingen die Köpfe aber nur kurz. Die Standards, eine Waffe von Franz Erdmann, halfen eine Minute nach dem Rückstand zum Ausgleich – und sorgten auch sonst für die größte Gefahr für die Schulze-Elf. Andreas Sommermeyer nickte ein, die sonst sichere HSC-Abwehr um den Zweitliga-Erfahrenen Linksverteidiger Kevin Schlitte (34) hatte tatsächlich das Nachsehen. „Der entscheidende Faktor war der schnelle Ausgleich“, analysierte Schulze nach seiner Rückkehr. Das 2:1 markierte Freistoßkünstler Erdmann schließlich selbst. Sein Ball kurz hinter der Strafraumgrenze schlug halbhoch ein. Das Spiel gewann Lok aber auch, weil es nach der Halbzeitpause besser agierte. „Die zweite Halbzeit war richtig, richtig gut“, freute sich Körner. Und neben den Standards ein Mitgrund, weshalb Stendal siegte. „In der zweiten Halbzeit hat Stendal mehr investiert“, urteilte Ex-Profi Schlitte, und Lok habe ob der zweiten Spielhälfte „verdient gewonnen.“

Es war ein muntere Partie von Anfang bis Ende, und Schulze, bis 2013 bei Lok als Trainer verantwortlich, und sein Gegenüber und Ex-Spieler Körner hatten allerhand zu coachen. Mehr als einen Lattenschuss von Robin Schütte hatte der ehemalige Schulze-Schützling im ersten Spielabschnitt jedoch nicht zu verkraften. Seine Mannschaft versuchte zwar auch gefällig nach vorne zu spielen, der letzte Pass kam allerdings nicht an oder irgendein Haldensleber Bein schmiss sich dazwischen. Das 3:1 blieb Lok später wieder nach einem Erdmann-Freistoß verwehrt, Philipp Grempler scheiterte im Abschluss. Ob 2:1 oder 3:1 – Hauptsache gewonnen. Körner zollte seinem Team ein „riesen Respekt“. „Jeder hat seinen Job super erfüllt“, lobte der Coach. Und schlug mit Schulze ein.

• Tore: 0:1 Tobias Herrmann (12.), 1:1 Andreas Sommermeyer (13.), 2:1 Franz Erdmann (56.). Schiedsrichter: Uhlmann (Welsleben). Zuschauer: 231. Bes. Vork.: 82. Rote Karte für Thomas Gießmann (Haldensleben) wegen Tätlichkeit.

Von Benjamin Post

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