1. az-online.de
  2. Sport
  3. Altmark-Sport

Wie es Preussen Schönhausen in die Landesklasse geschafft hat

Erstellt:

Von: Tobias Haack

Kommentare

Schönhausen feiert den Aufstieg.
Feucht-fröhlich feierte Schönhausen am Wochenende die Kreismeisterschaft. © Haack, Tobias

Mit einem 1:0-Sieg bei Bismark II hat Preussen Schönhausen Kreismeisterschaft und Aufstieg perfekt gemacht hat. Das Erfolgsrezept des künftigen Landesklassisten hat die Altmark-Zeitung analysiert.

Der SV Preussen Schönhausen ist am Ziel! Seit Jahren arbeitet der eigentliche Dino der Stendaler Kreisoberliga am Schritt hinaus aus den kreislichen Niederungen, hinein in die Landesklasse. Mit einem 1:0-Sieg beim TuS Bismark II haben sich die Ostelbier am vergangenen Sonnabend nun diesen Traum erfüllt. Die Gründe für den Gewinn der Kreismeisterschaft sind vielschichtig. Die Erfolgsformel des Aufsteigers ist aber denkbar einfach. Sie beruht auf Zusammenhalt, Ehrgeiz und Fitness.

Alles begann vor zehn Jahren in der D-Jugend

Es ist ziemlich genau zehn Jahre her, da durfte der heutige Meistertrainer Rico Bachmann schon einmal groß mit seinem SV Preussen feiern. Damals gewann er die Meisterschaft und wurde Vize-Pokalsieger – mit der D-Jugend. Im Erfolg von damals liegt der Triumph von heute begründet. Denn für die Bachmann-Truppe standen damals mit Tobias Ziem, Alec Pumptow, Jon Bleis und Toni Müller vier Akteure auf dem Platz, die mittlerweile wichtige Faktoren im Herrenteam sind. Der SV Preussen Schönhausen hat sich seinen Erfolg selbst herangezüchtet. Mit Ruhe und Geduld. „Wir haben eine junge Mannschaft und die entwickelt sich von Jahr zu Jahr. Jetzt war es an der Zeit, dass wir dran sind“, erklärt sich Bachmann den souveränen Aufstieg seines Teams.

Wenn alle wollen, bleibt der Erfolg nicht aus!

Rico Bachmann (Trainer, Preussen Schönhausen)

Die kontinuierliche Nachwuchsarbeit, an der Abteilungsleiter Steffen Braunschweig einen ganz maßgeblichen Anteil hat, war aber nur ein Baustein des großen Ganzen. Ein Weiterer war die intrinsische Motivation des gesamten Ensembles, wie Rico Bachmann schildert: „Durch die Bank sind hier alle willig! Mit solchen Jungs macht es dann Spaß zu arbeiten. Denn eins ist klar: Wenn alle wollen, bleibt der Erfolg nicht aus!“

Fitnessvorteil dank Sportlehrer

Und wer etwas möchte, der arbeitet dafür. Hart und manchmal auch mehr als alle anderen. Neben ihrem Willen zeichnete die Preussen-Mannschaft in dieser Saison auch eine körperliche Fitness aus, die in der Kreisoberliga – und auch in dem einen oder anderen Pokalspiel gegen Landesklassisten – ihres gleichen gesucht hat. „Ab Mitte der zweiten Halbzeit waren wir dem Gegner eigentlich in jedem Spiel körperlich überlegen“, blickt Rico Bachmann zurück, der die Lorbeeren dafür allerdings nicht selbst einstreichen möchte. „Wir haben das große Glück, mit Alexander Dankert einen Sportlehrer als Co-Trainer zu haben. Er hat die Jungs richtig fit gemacht.“

Torwart-Crashkurs für Richard Strehmel

Die körperlichen Basics sind jedoch nicht der einzige Aufgabenbereich Dankerts. Er war es auch, der das Torwartproblem der Preussen im Laufe der Saison in die Hand genommen hat. Nachdem sich die beiden etatmäßigen Keeper Phillip-Maximilian Möller und Florian Paul Lindner verletzt hatten, stand der Titelanwärter plötzlich ohne Schlussmann da. Feldspieler Richard Strehmel sprang ein und erhielt von Dankert einen Crashkurs im Torwartspiel. „Innerhalb kürzester Zeit hat Alex das mit Richard sehr gut gemacht. Davor muss man den Hut ziehen. Und wir haben dann ja auch viele Spiele zu null gespielt“, freut sich Bachmann, dass auch diese Baustelle geräuschlos geschlossen wurde.

Kleiner Umbruch im Sommer

Zur kommenden Saison wird man Richard Strehmel dann voraussichtlich nicht mehr zwischen den Pfosten sehen. Der Routinier möchte kürzertreten und wird offiziell erstmal als Abgang geführt. Gleiches gilt auch für den Kapitän der vergangenen Wochen, Stefan Lemme. Der 37-Jährige hat seinen Abschied bereits seit Längerem geplant und freut sich, mit dem Aufstieg nun auf dem Höhepunkt abtreten zu können. Auch Benjamin Heidenreich zieht aus Altersgründen einen Schlussstrich, während Benjamin Höhnke dem Lockruf von Verbandsligist Saxonia Tangermünde folgen wird. Verstärken wird sich der Kreismeister, seiner Philosophie entsprechend, mit Spielern aus dem eigenen Nachwuchs.

Es steht also ein kleiner Umbruch ins Haus, das Ziel aber ist klar. „Die Klasse zu halten hat Priorität Nummer eins. So gehen wir die Saison auch an“, so Rico Bachmann, der sich auf weitere Highlights mit seinem einstigen D-Jugend-Jahrgang freut.

Auch interessant

Kommentare