Fußball – Oberliga: Das heutige Heimspiel des 1. FC Lok Stendal gegen Bernburg läutet wichtige Wochen ein

„Die wichtigste Phase der Saison!“

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Philipp Groß (am Ball) ist als Kapitän der Stendaler gefordert, auf dem Platz voranzumarschieren und die Mannschaft durch die kommenden, wichtigen Wochen zu manövrieren. 

Stendal. „Für uns beginnt die wichtigste Phase der Saison!“ Sven Körner, Trainer des Fußball-Oberligisten 1. FC Lok Stendal, macht ohne Umschweife deutlich, was die Stunde vor dem heutigen Heimspiel (18.30 Uhr) gegen TV Askania Bernburg geschlagen hat.

Fünf Spiele haben die Eisenbahner in den bevorstehenden 14 Tagen zu absolvieren. Ein straffes Programm, was aber keine Rolle spielen darf. Die Stendaler brauchen Punkte und in diesen zwei intensiven Wochen besteht die Möglichkeit, viele Zähler zu sammeln und die Abstiegssorgen schnell zu beseitigen. Manch einer mag vielleicht das Finale im Landespokal als das Highlight der Spielzeit ansehen. Das sieht Körner aber völlig anders: „Das Finale interessiert mich 0,0! Wichtig ist nur die Liga!“ Diese Einstellung verlangt Körner auch von seinen Spielern. Sie sollen alles raushauen, „ohne Rücksicht auf Verluste.“

Der heutige Gegner, Bernburg, ist Tabellensiebter und fegte am vergangenen Spieltag den viertplatzierten VfC Plauen mit 6:0 vom Rasen. Die Brust der Gäste dürfte breit sein. Anders sieht es bei den Gastgebern aus. Das 0:4 gegen Inter Leipzig am Sonntag vor heimischem Publikum war besonders in der Entstehung ärgerlich. „Wir präsentieren dem Gegner momentan die Tore auf dem Silbertablett“, moniert der Coach. Daher sein Appell an die Mannschaft: „Wir müssen so wenig Fehler machen, wie möglich.“

Das ist aber nur die eine Forderung des Trainers. Die andere ist: „Ich will auf Biegen und Brechen sehen, dass die Mannschaft eine große Leidenschaft und eine hohe Aggressivität hat!“ Zudem möchte er bei seinem Team den „unbedingten Willen zum Tor zu gehen“ sehen.

Mehr Mut, mehr Selbstvertrauen – eine Kopfsache. Und dem Kopf spricht Körner eine sehr entscheidende Rolle zu. „Der Kopf trägt die Beine.“ Heißt: Seine Spieler sollen sich nicht so viele Gedanken machen, sollen klar sein und „daran glauben, dass wir Bernburg schlagen können“.

Stendal müsse Askania „in Bewegung bringen und halten. Wir müssen Fußball spielen“. Eine Einstellung, die Heiner Backhaus, dem Trainer des letzten Gegners, Inter Leipzig, sehr gefiel. Er lobte die Stendaler Spielphilosophie bei der Pressekonferenz – eine Bestätigung für die Arbeit in Stendal. Körner verteilt das Lob indes auf sein Trainerteam. „Wir haben eine gemeinsame Idee vom Fußball und jeder Einzelne im Trainerteam macht in seinem Gebiet einen hervorragenden Job. Doch uns bestätigen nur Punkte, keine Worte!“

Das heutige Spiel läutet für die Eisenbahner extrem wichtige Wochen ein. „Ich erwarte, dass die Mannschaft sich dieser Situation bewusst ist“, so Körner. Er nimmt dabei auch seine Führungsspieler Martin Gebauer, Marcel Werner und Kapitän Philipp Groß in die Pflicht. „Sie müssen jetzt Partei ergreifen, vorangehen und die Mannschaft führen.“ Ein großer Faktor werden auch die Zuschauer im Hölzchen sein. Körner will, dass seine Mannschaft sie mit viel Leidenschaft auf dem Platz mitzieht. „Das ist ein Synergie-Effekt.“ Sind die Fans im Rücken, kommt auch der Mut zurück beim Lok-Team. Kommt der Mut zurück, kommen auch die Punkte zum Klassenerhalt!

Von Michael Theuerkauf

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