Fußball – Landespokal: 1. FC Lok Stendal zieht nach klarem 4:0 in Ottersleben in die 2. Runde ein

Ein wichtiger Sieg für den Kopf

Energisch und torgefährlich: Vincent Kühn (links) steuerte einen Treffer zum klaren 4:0-Erfolg des 1. FC Lok Stendal beim VfB Ottersleben bei. 

Magdeburg. Das Selbstvertrauen stärken, mental und sportlich wieder obenauf sein: Die Landespokalpartie konnte die Hoffnungen des 1. FC Lok Stendal erfüllen. Mit 4:0 gewann der Oberligist am Sonnabend beim VfB Ottersleben.

Natürlich war die Mannschaft von Trainer Sven Körner als klarer Favorit in die Begegnung gegangen. Doch diese Rolle in einem Pokalspiel zu erfüllen, ist nicht einfach. Zumal die Erinnerungen an das enge Spiel vor zwei Jahren noch in den Köpfen steckte. Damals gewann der 1. FC Lok Stendal erst in der letzten Minute gegen den Landesligisten aus dem Magdeburger Stadtteil. Doch am Sonnabend bewiesen die Ostaltmärker von Beginn der Erstrunden-Nachholpartie im Landespokal an ihren bedingungslosen Siegeswillen. Hohes Tempo, viel Ballbesitz, Spielwitz und Torchancen: Was sie in den bisherigen Oberligaspielen zeigten, ließen sie auch in Ottersleben nicht vermissen. Hier gelang es ihnen aber endlich auch, ihre Chancen zu verwerten und nicht hintenraus wieder einzubrechen.

Zwar konnten die Magdeburger in den ersten zehn Minuten noch ganz gut mithalten. Doch in der 13. Minute spielte sich Niclas Buschke nahezu mühelos durch die Abwehrreihen der Gastgeber und brachte die Stendaler verdient in Führung. Und die blieben am Drücker. Nachdem der für die Ottersleber zu schnelle Buschke in der 27. Minute im Strafraum zu Fall gebracht wurde, verwandelte Martin Gödecke den fälligen Elfmeter zum 0:2. Er war es dann auch, der zwei Minuten später die 3:0-Pausenführung für die Körner-Elf besorgte. Ein beruhigender Zwischenstand.

„Ich hatte heute auch nicht das Gefühl, dass wir das hier herschenken“, zeigte sich der Trainer mit dem Ergebnis zufrieden. „Die Mannschaft hat es in den ersten 45 Minuten gut gemacht. Da gab es nur ein paar Details, die man verbessern kann.“ In der zweiten Halbzeit bemängelte Körner indes fehlendes Spieltempo und eine Mentalität, die nicht mehr so hoch war wie in der ersten Hälfte. Vor allem in der Anfangsphase der zweiten 45 Minuten überließen die Stendaler den Platzherren das Spiel. Und die wollten vor 265 Zuschauern zumindest einen Ehrentreffer erzielen. Doch es fehlte zumeist an den letzten Bällen. Hier waren die Gäste konsequenter. In der 55. Minute belohnte sich Vincent Kühn, der zuvor mehrere Chancen ungenutzt ließ. Sein 0:4 bedeutete zugleich den Endstand.

„Wir dürfen da nicht so schnell zufrieden sein, daran müssen wir arbeiten“, sah Körner die Trainingsaufgabe für die neue Woche. Für den Kopf sei dieser deutliche Erfolg aber immens wichtig gewesen. Er könnte der Beginn eines Aufbruchs sein.

„Unser Anspruch ist es, Spiele zu gewinnen, das wollen wir nächste Woche unter Beweis stellen. Ich hoffe, dass die Mannschaft das dann auch umsetzt“, so der Trainer. Am kommenden Sonntag im Heimspiel gegen den Charlottenburger FC Hertha 06 sollen die ersten Saisonpunkte eingefahren werden.

• Tore: 0:1 Niclas Buschke (13.), 0:2, 0:3 Martin Gödecke (28., Elfmeter, 30.), 0:4 Vincent Kühn (55.).

• 1. FC Lok Stendal: Giebichenstein - Gödecke, Hey, Werner, Dagnet (59. Lemke), Groß, Erdmann, L. Breda, Krüger (65. Kiesse Wete), Kühn (69. Seidel-Holland), Buschke.

Von Sabine Lindenau

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