FUSSBALL – OBERLIGA Stendals Neu-Keeper ist froh über Spielpraxis

Westphals Abstinenz vorbei

Spielpraxis sammeln und sich empfehlen: Torhüter Steffen Westphal sucht nach der vereinslosen Zeit in der Vergangenheit sein Glück beim 1. FC Lok Stendal.
+
Spielpraxis sammeln und sich empfehlen: Torhüter Steffen Westphal sucht nach der vereinslosen Zeit in der Vergangenheit sein Glück beim 1. FC Lok Stendal.

Stendal – Steffen Westphal hat bislang allen Grund zur Freude. Der neue Torhüter des Oberligisten 1. FC Lok Stendal genießt die Spielminuten, die ihm Trainer Jörn Schulz in den Vorbereitungsspielen gibt.

Mit der Altmark Zeitung sprach Westphal nach dem Testspiel am Freitagabend gegen den FSV Optik Rathenow (1:3, AZ berichtete) über seinen Wechsel zum 1. FC Lok, die vereinslose Zeit und die Konkurrenzsituation im Tor.

Steffen Westphal ist nicht das erste Mal im „Hölzchen“. Zum Jahresbeginn absolvierte der 20-Jährige, der bis zum Sommer 2018 in der A-Jugend von Arminia Bielefeld spielte, ein Probetraining in Stendal. Aus einem Wechsel wurde damals aber nichts.

Die Verpflichtung Westphals wurde mit dem Abgang von Keeper Lukas Kycek (1. FC Lok Leipzig) nun ein halbes Jahr später nachgeholt. „Es war ja so zu der Zeit, dass im Winter hier zwei Torhüter fest verpflichtet waren. Wir haben dann die Zeit im Winter genutzt, um uns von beiden Seiten ein bisschen kennenzulernen“, erklärt Westphal.

Der Torhüter schnupperte im Winter in die Mannschaft hinein. Und fand heraus, ob der Aufwand, um für Stendal zu spielen, wegen des Studiums in Magdeburg möglich ist. Fußball und Studium ließen sich für Westphal vereinen. Eine Entscheidung, die sich aktuell als richtig erweist. „Ich wurde von Tag eins sehr gut aufgenommen. Auch das Trainingslager hat mir im Endeffekt sehr geholfen, um mich gut in die Mannschaft zu integrieren. Die Jungs sind alles super Typen“, fand Westphal schnell den Anschluss zu seinen neuen Teamkollegen.

Ein positiver Umschwung. Schließlich war der Schlussmann seit dem 5. Mai 2018 ohne Praxis. An dem Tag absolvierte Westphal das letzte Pflichtspiel für Bielefeld in der A-Junioren-Bundesliga gegen den FC Schalke 04. „Das war eine harte Zeit für mich, auch für den Kopf. Ich habe im Sommer keinen Verein gehabt und dann versucht, mich selber ein bisschen fit zu halten“, blickt er zurück.

Nun beginnt für den Sport-und Technik-Studenten zur anstehenden Saison ein neues Kapitel. Die ersten Wochen scheinen zufriedenstellend. „Der Trainer hat mir viele Möglichkeiten gegeben, um mich zu zeigen. Ich bin auch froh darüber, weil ich eine lange Zeit nicht auf dem Platz gestanden habe. Das ist wichtig für mich, dass ich wieder reinkomme.“

Seine Stärken sieht Steffen Westphal im Eins-gegen-Eins und auf der Linie. Über Schwächen verliert er kein Wort und meint nur schmunzelnd: „Es gibt immer etwas zu verbessern.“ Selbstzufriedenheit? Fehlanzeige. Daher ruhe Westphal sich nicht aus und arbeite weiter an sich. Eine richtige Einstellung. Schließlich wird der Platz zwischen den Pfosten von Trainer Jörn Schulz nicht einfach verschenkt.

Am Ende muss Schulz sich für Westphal oder Bryan Giebichenstein entscheiden. „Wir verstehen uns gut. Nichtsdestotrotz pushen wir uns im Training gegenseitig“, so Westphal über das Verhältnis zu seinem Torwartkollegen. Und: „Beide wollen die Nummer eins werden. Das sieht man auch im Training. Gesunder Konkurrenzkampf schadet nicht.“

Westphal freut sich über die Spielpraxis, weiß aber: „Bryan wird seine Zeiten auch noch bekommen. Das ist so abgesprochen mit dem Trainer.“ Der nächste Test erfolgt am kommenden Sonnabend gegen den FSV Barleben. Vielleicht kommen für Westphal – anders als in der Vergangenheit – weitere Spielminuten hinzu. Nach der langen Abstinenz ist klar: Er möchte künftig öfter auf dem Platz stehen.

VON PATRICK NOWAK

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare