HANDBALL – BUNDESLIGA: SCM lässt Eulen nach Startschwierigkeiten keine Chance

So werden Schlusslichter bezwungen

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Mads Christiansen und der SC Magdeburg setzten sich gestern Abend gegen robuste Eulen durch. 

sli Magdeburg – Den Tabellenletzten bezwingen: eine scheinbar leichte Aufgabe. Doch die Bundesliga-Handballer des SC Magdeburg taten sich gestern Abend in den Anfangsminuten gegen wachsame Eulen Ludwigshafen schwer, ins Spiel zu finden.

Es dauerte eine Viertelstunde, bis sie erstmals in Führung gehen konnten. Diese ließen sie sich dann aber nicht mehr nehmen und gewannen 35:26 (18:10).

Michael Oenning weiß, wie es sich anfühlt, gegen Schlusslichter zu verlieren. Wie man es besser machen kann als seine Zweitliga-Fußballer, schaute sich der Trainer des 1. FC Magdeburg gestern live an. Zunächst sah er ein für ihn gewohntes Bild: eine Mannschaft, die nicht ins Spiel findet. Als die Eulen nach fünf Minuten 0:2 vorn lagen, nahm SCM-Trainer Bennet Wiegert eine Auszeit. Doch bis zum ersten Ausgleich vergingen zwölf Minuten (5:5). Ludwigshafen traf dabei dreimal vom Siebenmeter-Punkt.

Jubel unter den 6.300 Zuschauern in der GETEC-Arena kam beim 8:7 in der 15. Minute auf, das die erste Magdeburger Führung bedeutete. Danach besannen sich die Wiegert-Schützlinge auf ihre Stärken, kamen besser in ihr gefürchtetes Tempospiel und ließen nicht mehr so viele Chancen liegen. Im gleichen Atemzug ließen die Gäste nach. Fünf Tore in Serie innerhalb von fünf Minuten sorgten für ein zwischenzeitliches 15:9 (25.). Zur Pause erhöhten die Grün-Roten auf 18:10. Ein durchaus verdienter Vorsprung nach verschlafener Anfangsphase.

Auch in der zweiten Halbzeit blieb die Wiegert-Sieben am Drücker und ließ die Gäste nicht mehr wirklich näher kommen. Im Gegenteil. Der Vorsprung wuchs zwischenzeitlich auf zehn Tore an (28:18/46. Minute). Anlass genug, eine Welle durch die Arena zu starten. Die einfache Aufgabe schien auf einmal auch genau das zu werden: einfach. Die SCM-Handballer landeten einen am Ende ungefährdeten 35:26-Erfolg. Vielleicht konnte sich FCM-Trainer Oenning ja ein paar Tricks für seine Fußballer abschauen ...

SC Magdeburg (Tore): Green, Quenstedt - O’Sullivan (1), Musche (6), Bezjak, Chrapkowski (1), Musa (5), Damgaard (8), Lagergren (2), Weber (4), Christiansen (2), Pettersson (5), Mertens (1), Plaza, Molina.

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