Fußball – TuS Bismark startet in die Vorbereitung auf die neue Landesliga-Saison

„Werden kein Harakiri betreiben“

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Von links nach rechts beim Trainingsauftakt des TuS: Neuzugang Lars Kujawski, Betreuerin Beate Knoblich, Ex-Schinne-Kicker Robin Kroschel, Timon Motejat und Trainer Dirk Grempler.

Bismark. Am Dienstag hatte Dirk Grempler seine Spieler im Bismarker Waldstadion zur ersten Trainingseinheit der Landesliga-Saison geladen. Gleich 18 TuS-Kicker nahmen am Auftakt der anstehenden Vorbereitung teil.

Gut gelaunt sprach er über die jungen Neuzugänge Lars Kujawski, Timon Motejat und Justin Thieß und die einzige externe Verstärkung Robin Kroschel. „Wir versuchen, die Jungs in den Herrenbereich zu integrieren“, erklärte Grempler und lobte auch die Arbeit in der Jugendabteilung des TuS Bismark. Besonders die A-Jugend hatte mit der Meisterschaft und dem Pokalsieg eine grandiose Saison hinter sich gebracht.

Über Robin Kroschel, der vom Kreisoberligisten Eintracht Schinne (27 Spiele und drei Tore in der vergangenen Saison) zu den Schwarz-Weißen gewechselt ist, hatte Grempler anschließend auch einiges zu erzählen. „Er hat einen guten Fuß, viel Ruhe am Ball, überzeugt mit Cleverness und besitzt ein taktisches Auge“, sagte der Bismarker Trainer über den 22-jährigen Mittelfeldspieler. Der Coach ist sich ziemlich sicher, dass der Verein mit Kroschel einen guten Griff gelandet hat. „Robin ist ein gesunder Charakter und gibt uns einfach neuen Spirit. Ich denke, dass wir bei ihm vieles richtig gemacht haben“, so der Trainer weiter.

Grempler und der TuS Schwarz-Weiß Bismark halten an ihrer jahrelangen Philosophie fest und lassen sich von ihrem eingeschlagenen Weg auch in dieser Saison nicht abbringen. „Wir wollen weiterhin mit jungen Spielern arbeiten, hier einen anständigen Job machen und kein Harakiri betreiben“, erklärte Dirk Grempler, der in Zukunft zunehmend von Christoph Grabau unterstützt wird, vor dem Trainingsstart seiner Mannschaft. Dabei spielte er – ohne es mit dem Begriff „Harakiri“ bösartig zu meinen – auf andere Vereine in der Region an, die einfach mehr und zudem noch bessere Möglichkeiten haben, um sich personell zu verstärken. Gerade im Hinblick auf die Sichtung der Spieler und der stärkeren Überzeugungskraft, sich ihrem Verein dauerhaft anzuschließen. „Respekt an Arneburg“, gratulierte der TuS-Trainer seinem Kollegen Mario Bittner und dem Landesklassisten Rot-Weiß Arneburg zur Verpflichtung von Ex-Lok-Spieler Martin Gebauer. Grempler kennt seine Möglichkeiten mit dem Dauerbrenner in der Landesliga. Bismark steht vor seiner 17. Saison in dieser Spielklasse – und das ununterbrochen. Verstecken braucht sich der Verein daher keinesfalls.

Unabhängig vom Spielermaterial weiß auch Grempler selbst, was Bismark für Leistungen abrufen kann. Für den Auftakt hat er sich viel vorgenommen und wird versuchen, die Schwächen aus der Vorsaison abzustellen. „Wir wollen einfach gut in die Vorbereitung kommen und uns neu stabilisieren. Und wir müssen cleverer agieren“, forderte Grempler, der die lockere Einheit ohne Christoph Grabau (beim Staffeltag) leitete. Dirk Grempler und der TuS haben demnach eine Menge Arbeit vor sich. Am ersten Spieltag, wenn Bismark in Wernigerode gastiert, wird sich dann spätestens zeigen, ob die Automatismen schon greifen.

Von Patrick Nowak

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