Schwacher Fußball-Landesligist aus Tangermünde mit 2:3 im Abstiegsduell gegen Heyrothsberge

Wenig bis gar nichts

Tangermündes Marcel Werner war hier gegen den Heyrothsberger Christopher Schumburg im Hintertreffen – eine Szene mit Symbolcharakter.
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Tangermündes Marcel Werner war hier gegen den Heyrothsberger Christopher Schumburg im Hintertreffen – eine Szene mit Symbolcharakter.
  • VonBenjamin Post
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Tangermünde. Die Abstiegswochen im Stadion „Am Wäldchen“ in Tangermünde gehen weiter. Vor zwei Wochen war der Schönebecker SV zu Gast in der Heimstatt des Fußball-Landesligisten Saxonia Tangermünde, am Sonnabend stellte sich Union Heyrothsberge zum Abstiegsduell vor.

Ein Unterschied zu dem Spiel gegen die Schönebecker war, dass die Aufgabenstellung nach 45 Minuten einen anderen Härtegrad erreicht hatte. Damals lagen die Saxonen mit 1:0 vorn, vorgestern mit 0:1 zurück. In beiden Partien galt es nicht zu verlieren, gegen den SVS hatten die Tangermünder beim 3:1 ihre Punkte geholt – vorgestern nach schwacher Leistung gegen die Heyrothsberger beim 2:3 (0:1) nicht.

Im Kampf um den Klassenverbleib zählen freilich nur Punkte. Da in Durchgang eins nichts Zählbares heraussprang, musste Saxonia in der zweiten Spielhälfte nachbessern – was nicht gelang. Punktemäßig war Tangermünde schließlich in den zurückliegenden Wochen gut dabei, mit fünf Zählern aus drei ungeschlagenen Spielen. Eine Niederlage gegen die Heyrothsberger passt da nicht ins Thema. Und das heißt schließlich Nichtabstieg – nach der Pleite schrumpfte der Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz auf vier Punkte. Der Gegner, der natürlich auch nicht die Liga verlassen will, stand aber kompakt auf dem Platz und drosch den Ball auch mal weit ins Aus, wenn es nicht anders ging. Im Abstiegskampf gibt es keinen Schönheitspreis zu gewinnen. Die richtige Brisanz auf dem Feld kam nach dem Tangermünder Rückstand nicht auf – gar nicht mehr. „Es war ingesamt zu wenig – in der ersten und zweiten Halbzeit“, beschönigte Saxonen-Trainer Heiko Gödecke nichts. Gödecke sprach in seiner Analyse dem Kontrahenten um den Klassenverbleib die Tauglichkeit ab. „Beide Mannschaften hatten kein Landesliga-Niveau“, bilanzierte der Coach nach der Niederlage. Der Bessere der beiden Schlechten hat demnach gewonnen. „Sie mussten nicht viel tun, um hier zu gewinnen. Das war ein ganz schlechtes Spiel“, unterstrich Gödecke.

Immerhin kommt in den letzten beiden Heimpartien kein Abstiegskandidat mehr nach Tangermünde.

• Tore: 0:1 Tobias Thormeier (37.), 0:2 Mike Pinno (71.), 1:2 Erik Teege (83.), 1:3 Tino Ragust (88.), 2:3 Daniel Gassel (89.). Schiedsrichter: Damke (Salzwedel). Zuschauer: 145.

Von Benjamin Post

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