GRUPPENINTERVIEW Meinungen der Trainer und Funktionäre variieren

Weiterspielen oder abbrechen?

Ein alltägliches Bild während der Corona-Pandemie: Rund um den Sportplatz des Osterburger FC und der Altmark ist es seit Wochen still. Fotos: buchelt

Altmark – Im Moment ruht der gesamte Sportbetrieb im Landkreis Stendal. Wie und wann es weitergehen soll, weiß im Moment noch keiner. Vieles hängt davon ab, wann und wie die Infektionszahlen zurückgehen.

Die AZ hat die Funktionäre und Trainer mit folgender Frage konfrontiert: Wie und wann und soll es Ihrer Meinung 2021 mit dem Sport im Landkreis Stendal weitergehen?.

Nils Döring (C-Jugend-Trainer des Kreveser SV): Letztendlich hängt doch alles von den Infektionszahlen ab. Wenn diese es zulassen, sollte zeitnah mit dem Training und dann auch mit den Punktspielen begonnen werden. Ich bin ein Optimist und hoffe auf Mitte Januar.

Philipp Kiebach (Kapitän der HSG Osterburg): Die beste Variante ist vielleicht komplett aufzuhören und die Saison 2020/2021 abzubrechen. Natürlich gibt es dann auch keine Auf- und Absteiger, um im August 2021 dann mit einer neuen Saison zu starten. Ich hoffe und wünsche mir, dass wir dann das Virus im Griff haben.

Wolfgang Malgin (KfA-Vorsitzender Tischtennis Altmark Ost): Bis Ende Januar sind jetzt ja alle Spiele abgesagt worden. Ich hoffe dann, dass wir im Februar den Punktspielbetrieb wieder aufnehmen können und wenigstens eine einfache Runde mit Jeder gegen Jeden spielen können.

Maxie Meyer (D-Jugend-Trainerin des Rossauer SV): Wann es im Jugendbereich mit dem Fußball weitergehen kann, hängt vom Infektionsgeschehen ab. Feststeht, dass wir im Jugendfußball eine lange Vorbereitung benötigen, da die Kinder seit gut einem Jahr kaum bis gar kein Training hatten. Wenn der Startschuss fürs Training irgendwann wieder fallen sollte, wäre ein Training in größeren Gruppen oder mit der gesamten Mannschaft wünschenswert. Ich denke, dass die Beendigung der Hinrunde realistisch wäre, würde aber auch eine Überbrückung mit kleineren Turnieren als Wiederaufnahme des Spielbetriebes begrüßen.

Steffen Lüders (G-Jugend-Trainer des Osterburger FC): Wir wissen alle, Kinder brauchen Bewegung und Ausgleich, und der Vereinssport bietet es den Kindern. Ich bin aber der Meinung, man sollte nicht überstürzt in der Corona-Zeit zu früh anfangen, da es im Fußball bei den Bambinis bis zur E-Jugend schwer ist, einen kontaktfreien Sport anzubieten. Wenn es draußen wärmer wird und die Kinder draußen Sport machen können, sollte es schnellstmöglich wieder beginnen. Denn dann ist die Ansteckungsgefahr wahrscheinlich geringer. Anfang März wäre ein guter Zeitpunkt.

Bernd Kurth (stellv. Kreisvorsitzender und Pressewart Tischtennis): Wir sind ja nicht nur von den politischen Entscheidungen abhängig, auch müssen wir die Anweisungen und Vorgaben für die Nutzung der Sporthallen dann umsetzen. Wenn die Infektionszahlen wieder gesunken sind, hoffe ich, dass wir im Februar wieder Tischtennis spielen können.

Horst Janas (Vorsitzender der HSG Osterburg): Für uns als HSG lief es im Erwachsenenbereich ganz hoffnungsvoll. Ich hoffe, dass dies auch nach dem Lockdown so weitergehen wird. Der Zusammenschluss der Frauen mit Seehausen war ein richtiger Schritt und die Erwartungen wurden erfüllt. Ich hoffe auch, dass wir mit dem Training nach den Winterferien wieder beginnen können. Unsere Jugendmannschaften zeigten sich sehr stabil und wenn alle „am Ball“ bleiben, was ich hoffe, sollte die Saison auch für alle noch ein tolles Erlebnis werden. Die Saison wird sicherlich für alle Mannschaften bis Anfang Juni gehen. Und ich wünsche mir, dass wir wie zu Beginn der Saison mit allen Mannschaften (sieben Kinder- und Jugendmannschaften, eine Frauen- und eine Männermannschaft, Anm. d. Red.) weiterspielen werden.

Stephan Tietz (A-Jugend-Trainer der SG Bismark/Brunau): Ich bin dafür, dass die Saison abgebrochen werden sollte. Es ist nicht zwingend notwendig, dass diese Spielzeit noch „durchgeboxt“ werden muss. Ein Start im August wäre dann für alle Beteiligten ein richtiger Neuanfang.

Thilo Hennigs (B-Jugend Trainer der SG Seehausen): Mein Wunsch wäre es, wenn wir nach den Winterferien wieder Handball spielen könnten. Drei bis vier Wochen Training und dann in den Wettkampfmodus umschalten. Denn das Messen der Kinder mit anderen bringt allen mehr, als nur immer zu trainieren. Auch sportliche Vergleiche im Turniermodus wären eine Alternative.

Steffen Peters (C-Jugend-Trainer des 1. FC Lok Stendal): Ich würde mir wünschen, wenn wir im Januar wieder mit dem Training beginnen könnten. Der Pokal sollte in dieser Saison ersatzlos gestrichen werden, damit wir noch viele Spiele absolvieren können. Auch sollte es keine Auf- und Absteiger geben.

Olaf Theiss (Vorsitzender der Kickers Seehausen): Man sollte die Winterpause bis zum März laufen lassen und dann den Spielbetrieb mit Stand vom letzten Spieltag weiterführen. Auf die Rückrunde sollte verzichtet werden und dann Auf- und Abstiegsrunden spielen. So kann man es bis Juni laufen lassen und so besteht die Möglichkeit, den Pokal zu Ende zu spielen.

VON ULRICH BUCHELT

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare