Stendaler Fußball-Kreisligist verpflichtet nach Umbruch im Sommer erneut zahlreiche Spieler

Weiß-Blau hat Großes vor

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Robert Riep übernahm im Sommer die Geschicke in der Stendaler Preußenstraße und sprang damit dem aktuellen Coach Björn Landsmann in gleichberechtigter Funktion zur Seite.

Stendal. Erst im Sommer fand in der Stendaler Preußenstraße beim Fußball-Kreisligisten Weiß-Blau Stendal ein großer Umbruch statt. Gleich elf neue Gesichter waren zum Ligastart im Trikot der Rolandstädter unterwegs.

Mit Platz drei in der Kreisliga und der Herbstmeisterschaft der Reserve in der Kreisklasse könnte man doch eigentlich zufrieden sein, dennoch holen die Weiß-Blauen erneut zur großen Transferoffensive aus. Gleich sieben neue Spieler wechseln definitiv zur Halbserie in den Stendaler Norden.

Die Transferpolitik kommt nicht von ungefähr, denn Weiß-Blau Stendal hat in den nächsten Jahren Großes vor. Die Altmark-Zeitung sprach mit, dem ebenfalls im Sommer gewechselten, Trainer Robert Riep über die abgelaufene Halbserie, die neuen Spieler und die Ziele des Vereins:

Herr Riep, beide Mannschaften sind nach den vielen Wechseln im Sommer im Soll. Wie sieht Ihr Hinrundenfazit aus?

„Es war ein großer Umbruch, aber wir fühlen uns bestätigt. Die 2. Mannschaft hat ein optimales Ergebnis erzielt. Die Integration der neuen Spieler ist perfekt gelaufen.

Auch die 1. Mannschaft hat ordentlich Qualität dazu bekommen. Wir haben eine gute Halbserie gespielt. Wir müssen auch sehen, wo wir herkommen und sind nun auf Platz zwei und stehen im Pokalhalbfinale. Die Niederlagen gegen Kläden, Post Stendal und Rot-Weiß Arneburg II ärgern mich extrem. Gegen den RWA und Kläden habe ich uns 90 Minuten besser gesehen.

Fünf Punkte auf den ersten Staffelde sind hart, dennoch wollen wir genauso weitermachen und die Fehler aus der Hinserie abstellen. Alles in allem können wir stolz sein. Auch die Spieler auf der Bank haben immer gepusht und niemand hat sein Ego vorangestellt.“

Warum kommen trotz der guten Resultate im Winter wieder sieben neue Spieler?

„Um die Qualität und das Tempo weiter zu steigern. Ebenso soll die Trainingsbeteiligung weiter gesteigert werden. Das Ziel war es, zwei Positionen weiter zu verstärken – die Abwehr und den Sturm. Dort hatten wir zu wenig Optionen. Nun können wir weiter Konkurrenzdruck ausüben und unser Spiel flexibler gestalten.“

Wie hält man gestandene Spieler, die schon länger im Verein sind, und neue Kicker in einem breiten Kader bei Laune?

„Björn Landsmann und ich pflegen zu jedem Spieler einen persönlichen Kontakt. Wir machen es uns zur Aufgabe Probleme direkt anzusprechen und Spiele zügig auszuwerten. Wir würdigen Disziplin, Trainingsleistung und die Einstellung zum Verein. Das haben die Spieler alles selbst in der Hand. So ist es dann einfach sie bei Laune zu halten. Die Gruppe trägt sich von allein. Es ist eine große Gemeinschaft und Jeder versucht Jeden zu unterstützen.“

Welche kurz- und mittelfristigen Ziele haben Sie und der Verein?

„Das kurzfristige Ziel sind die Top drei der Liga – also die Halbserie zu bestätigen. Ich möchte in den nächsten drei Jahren in die Kreisoberliga aufsteigen.

Zudem wollen wir den Verein nicht nur auf den Platz, sondern auch neben den Platz verbessern. Da hat der Verein große Baustellen. Mit einem Kunstrasen und ein Vereinsheim ist uns Post Stendal meilenweit voraus. Das ist ein Argument wenn man Spieler holen will. Man muss auch Spielern, die höherklassig gespielt haben und es anders kennen, zeigen, dass wir arbeiten. Das geht nicht in ein bis zwei Jahren, doch wir senden die richtigen Signale. Wir werden weiter nachhaltig arbeiten.“

Von Falk-Stéphane Dezort

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