Der SSV Havelwinkel mischt trotz Problemen im Spitzenkampf der Fußball-Landesklasse mit

Warnaus Wochen der Wahrheit

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Er zeigt sein Gesicht – seine Mannschaft hat ihr wahres Gesicht aber noch nicht gezeigt, wie Warnaus Trainer Ralf Franke sagt.

Warnau. Warnaus Wochen der Wahrheit – das ist kein Titel für einen neuen Krimi von Bestseller-Autor Henning Mankell. Es ist die Überschrift für die nächste Zeit des Fußball-Landesklassisten SSV Havelwinkel Warnau.

Die kommenden Tage der Warnauer könnten durchaus spannend werden. „Jetzt kommen die entscheidenden Wochen“, sagt SSV-Trainer Ralf Franke.

Seine Mannschaft spielt erst bei Eintracht Salzwedel und dann gegen den SSV Gardelegen – derzeit zwei Meisterschaftskandidaten. „Wenn wir da zwei Punkte holen, kannst du oben dran bleiben“, rechnet Franke vor. Seit Saisonbeginn mischen die Warnauer ziemlich erfolgreich im oberen Bereich der Tabelle mit und können durchaus um den Titel mitspielen als aktueller Zweiter hinter Gardelegen und vor Salzwedel.

Dabei ist das Warnau im Oktober 2016 noch nicht das Warnau der Zukunft. „Wir spielen Woche für Woche mit einer anderen Truppe“, merkt Franke an, der selbst auf der Auswechselbank sitzen und seine Elf immer wieder umbauen muss.

Doch sein Team, dass vor der Spielzeit mit sechs Landesliga-erfahrenen Kickern vom BSC Rathenow verstärkt wurde, aber den Aderlass von vier spielbestimmenden Brasilianern zu verzeichnen hatte, aktuell ein Titelkandidat ist, lässt die Mannschaft nicht abheben. „Ich sehe das ganz entspannt“, sagt Linksverteidiger Stefan Schulz zur bisher erfolgreichen Spielzeit seiner Mannschaft.

Er spürt am ehesten noch mit, wo es für die Meisterschaft noch fehlt. „Die Ergebnisse stimmen. Wir fressen aber zu viele Gegentore. 14 Treffer in acht Spielen – das geht nicht“, ärgert sich Schulz. Franke macht den „Schlendrian“ aus.

Dennoch wollen Franke, Schulz und Co. weiter die achte Liga aufmischen. „Oben mitspielen macht ja auch Spaß“, findet der Abwehrmann. Dass die Havelwinkeler nach acht Spielen und vor den beiden Top-Duellen noch ungeschlagen da stehen, betrachtet Schulz nicht als eine außerordentliche Leistung. „Jeder hat mal einen Lauf“, schätzt er zurückhaltend ein.

Sein Coach denkt allerdings, dass Warnau noch nicht am Limit spielt. „Wir haben noch nicht unser wahres Gesicht gezeigt“, sagt Franke. Es klingt fast wie eine Warnung. Eine Warnung aus Warnau. Und das klingt nach einem Krimi.

Von Benjamin Post

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