Top-Stürmer Benedikt Nellessen startet beim 1. FC Lok Stendal mögliche Mission Fußball-Oberliga

Das wäre was Neues

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Lok-Stürmer Benedikt Nellessen (links, mit Martin Gödecke) hatte in der starken Hinrunde oft einen Grund zum Jubeln. 

Stendal. Benedikt Nellessen hat in acht Jahren beim 1. FC Lok Stendal schon viel erlebt. Mehrere Trainer, noch mehr Spieler, etliche Partien, gute und schlechte Platzierungen. All das in der Fußball-Verbandsliga.

In der Oberliga spielte der 26-Jährige aber noch nicht mit Lok, dass könnte sich jedoch bald ändern. Mit dem Trainingstart heute Abend in Stendal startet der Herbstmeister in Richtung fünfte Liga.

Auch wenn der Aufstieg (noch) nicht das auserkorene Ziel des Vereins ist. Auch Nellessen nicht. Der 26-Jährige spricht vor dem ersten Training im neuen Jahr nicht davon. Er drückt sich diplomatisch aus. „Wenn wir nochmal so eine Serie spielen, stehen wir oben“, sagt Nellessen. Klar, wenn man wie Lok in der Hinrunde solch eine beeindruckende Bilanz aufweist, müsste sportlich schon viel passieren, dass der ungeschlagene Herbstmeister nicht auch am 10. Juni, nach dem 30. Spieltag, oben steht.

Mit Blick auf die Vorzeichen spricht eigentlich nicht viel dagegen, dass Lok um Nellessen mit der Mission Oberliga startet. In der starken Hinserie quälten sich die Stendaler sogar personalgeschwächt zu ziemlich guten Leistungen („enttäuscht hat keiner“, findet Nellessen), nun kommen sukzessive Spieler wieder zurück in der Kader von Trainer Sven Körner. Martin Gödecke darf nach seiner Sprunggelenksblessur wieder mitmachen, Martin Krüger, Juninho und Kapitän Philipp Groß betreiben ihr Aufbautraining nach ihren Verletzungen. „Alle müssten fit sein“, erwartet Körner das restliche Aufgebot zurück. Due Kunst für den Coach wird darin bestehen, wieder eine gute Mischung zu finden. Die jungen, vermeintlichen (Ersatz-)Spieler wie Lukas und Nils Breda, Max Salge sowie Benjamin Bubke enttäuschten wahrlich nicht, gestandene Spieler wie Krüger, Juninho und Groß drängen womöglich in die Start-Elf.

Und wenn ein Nellessen es nach seinen neun Toren in Teil eins der Saison weiter krachen lässt, könnten am „Hölzchen“ alsbald die Sektkorken knallen. Landesmeister Lok: Das wäre was. Doch auch ein Nellessen muss wieder in Form kommen. Das letzte Hinrunden-Spiel in Piesteritz (2:2) verpasste der technisch beschlagene Offensivmann schon wegen seines Handbruchs, die Einheit heute Abend wird auch für ihn der Aufgalopp. Um seine Leistungsstärke macht sich Nellessen keine Sorgen. „Es kommt schnell wieder.“

Er hofft, dass jeder im Team wieder zu alter Form findet und in der Liga weiter für Furore sorgt. „Wenn jeder will, ist Gutes möglich“, sagt der torgefährlichste Stendaler. Nellessen ist auf jeden Fall frohen Mutes, die nächsten Wochen und Monate anzugehen. „Ich freue mich drauf und hoffe, dass wir das meistern können“, frohlockt der Stürmer. Was es genau sein wird, zeigt sich in Teil zwei der Saison. Heute Abend beginnt die Vorbereitung auf die Rückrunde allerdings erstmal in der Halle. Um 19 Uhr geht es für Lok los in der Sporthalle Haferbreite. So ein Hallentraining im Winter ist für Nellessen auch nichts Neues.

Von Benjamin Post

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