Fußball – Oberliga: Lok nach 1:2-Pleite in Plauen punktgleich mit direktem Abstiegsplatz

Vorsprung aufgebraucht

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Sie kämpfen und arbeiten, treffen aber das Tor nicht. Martin Krüger und der 1. FC Lok Stendal stecken in der Krise.

tha Plauen. Der 1. FC Lok Stendal hat auch am Sonntag einen Befreiungsschlag in der Fußball-Oberliga verpasst. Beim VFC Plauen kassierte die Mannschaft von Trainer Sven Körner eine 1:2 (0:0)-Niederlage und damit bereits die vierte Pleite in Serie.

Da der FSV Barleben am Freitagabend einen Punkt gegen Union Sandersdorf eingefahren hatte (0:0), ist der Vorsprung der Altmärker vor der direkten Abstiegszone aufgebraucht. Beide Teams stehen bei 24 Zählern.

Beim favorisierten VFC setzten die Stendaler gestern defensiv auf eine 5-4-1-Formation, was den Plauenern das Leben im ersten Abschnitt schwer machte. Lediglich eine Großchance gestand Lok den Gastgebern zu, doch Torhüter Lukas Kycek parierte im Eins-gegen-eins stark. Mit langen Bällen fand Plauen zwar hin und wieder die Lücken hinter der Stendaler Abwehrreihe, richtig gefährlich wurde es aber nur noch selten. Auf der Gegenseite wiederum ergaben sich für Stendal im ersten Abschnitt drei große Konterchancen, die hektisch und unsauber vergeben wurden. „Das schenken wir viel zu einfach her“, ärgerte sich Trainer Sven Körner.

Mit einer Führung im Rücken wäre die Überraschung greifbar gewesen, doch erneut offenbarte sich in Plauen Stendals größte Schwäche: der Torabschluss. In der 62. Minute hatte Niclas Buschke das 1:0 auf dem Fuß. Nach Vorarbeit von Vincent Kühn schob er das Leder jedoch aus Nahdistanz am Tor vorbei. „Da müssen wir zwingend führen“, so Körner. Doch es kam anders. Nur wenig später war es ein langer Ball, den Stefan Fritzlar für Plauen eiskalt verwertete – 1:0 (67.).

Der Favorit hatte seine erhoffte Führung, Lok den Druck. In der Schlussphase schien die Partie dann entschieden. Stendal verlor den Ball im Spielaufbau, Plauen fuhr den Konter und erhöhte durch Tim Wüstenhagen aus abseitsverdächtiger Position auf 2:0 (80.). Was folgte, war eine Stendaler Trotzreaktion, die Lukas Breda mit dem Treffer zum 1:2 (85.) belohnte. Mit vollem Risiko drückte die Körner-Elf nun auf den Ausgleich und es war erneut Buschke, der die beste Chance dazu vergab. Dieses Mal wurde sein Abschluss auf der Linie geklärt (90.). Auch wenn die Leistung stimmte, stand der 1. FC Lok am Ende mal wieder mit leeren Händen da.

Viel Zeit, den verlorenen Punkten im Vogtland nachzutrauern, bleibt den Stendalern nicht. Bereits morgen Nachmittag (14 Uhr) steht im heimischen „Hölzchen“ ein weiteres wichtiges Nachholspiel gegen den VfL Halle an. Für den 1. FC Lok wird es dann die dritte Partie innerhalb von sieben Tagen sein. Eine ungewohnte Belastung, die angesichts der aktuellen Krise zur absoluten Unzeit kommt. „Wir müssen uns jetzt bestmöglich regenerieren. Es wird aber sicherlich auch der eine oder andere zum Einsatz kommen, der etwas frischer ist“, deutete Körner eine Rotation in der Startelf an.

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