Fußball-WM: Spieler des SV Liesten sehen ihr Nationalteam im Achtelfinale

Vier Polen, eine Meinung

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Dawid Mateusz Szczerbik, Pawel Zdzislaw Kijewski, Sebastian Grzegorz Kordus und Marcin Maciej Galkowski (v.l.) vom SV Liesten werden in den nächsten Wochen ihrem polnischen Nationalteam bei der Fußball-WM kräftig die Daumen drücken.

Altmark. Heute beginnt mit der Begegnung von Gastgeber Russland gegen Saudi Arabien die Fußball-Weltmeisterschaft 2018. In der Gruppe H greift am kommenden Dienstag auch das Nationalteam von Polen in das Geschehen ein. Mit guten Chancen auf das Erreichen des Achtelfinales.

Da sind sich Dawid Mateusz Szczerbik, Sebastian Grzegorz Kordus, Marcin Maciej Galkowski und Pawel Zdzislaw Kijewski vom SV Liesten einig.

Seit zwei Serien stehen die vier polnischen Akteure in Diensten des Landesklassen-Vertreters, mit dem sie kürzlich den Aufstieg in die Landesliga knapp verpasst hatten, sich aber am vergangenen Sonnabend mit einem 3:0-Sieg gegen Heide Letzlingen über den Gewinn des Kreispokals freuen durften. „Die Jungs bringen eine super Einstellung mit und haben uns richtig vorangebracht“, möchte Trainer Michael Piotrowski die vier Stettiner in seinem Kader nicht mehr missen.

Die Saison ist beendet und so können sich Szczerbik, Kordus, Kijewski und Galkowski ganz den Geschehnissen in ihrem östlichen Nachbarland widmen. „Unsere Elf kommt über die Mannschaft und kann viel erreichen“, glaubt Liestens Innenverteidiger Pawel Kijewski, der im Gespräch mit der AZ seine Tipps für die polnischen Gruppenspiele abgab. Senegal wird 2:1 besiegt, gegen Kolumbien folgt ein 0:0, ehe Polen mit einem 2:0 gegen Japan den Einzug in das Achtelfinale perfekt macht. Anschließend musste Kijewski lachen, denn seine drei Landsleute waren, ohne die Tipps der anderen zu kennen, der gleichen Meinung. Torwart Dawid Szczerbik tippte Polen - Senegal 2:1, - Kolumbien 2:2 und - Japan 3:0. Marcin Galkowski, der selbst 21 Mal das Trikot von polnischen U-National-Mannschaften getragen und dabei auch mit Dawid Kownacki (Sampdoria Genua) aus dem aktuellen WM-Kader zusammengespielt hat, glaubt ebenfalls an Siege gegen Senegal (1:0) und Japan (3:0) sowie an ein Unentschieden gegen Kolumbien (1:1). So wie auch Sebastian Kordus, der einen 2:1-Sieg gegen Senegal, ein 1:1 gegen Kolumbien und ein 2:0 gegen Japan erwartet.

Einzig die Frage nach dem künftigen Weltmeister brachte unterschiedliche Meinungen hervor. Pawel Kijewski antwortete Belgien, Dawid Szczerbik Deutschland, Marcin Galkowski Deutschland oder Frankreich und Sebastian Kordus Brasilien.

Die vier Polen wünschen sich, dass ihr aktuelles Nationalteam an die großen polnischen Fußballzeiten anknüpfen kann. Obwohl noch nicht geboren, genießt die polnische WM-Elf von 1974, die damals Dritter wurde, beim SVL-Quartett Heldenstatus. Jan Tomaszewski, Wladyslaw Zmuda, Kazmierz Deyna, WM-Torschützenkönig Grzegorz Lato, Andrzey Szarmach oder Robert Gadocha kennt in Polen jedes fußballinteressierte Kind. Und natürlich auch die „Wasserschlacht von Frankfurt“, als Polen gegen den späteren Weltmeister Deutschland mit 0:1 verlor und das Endspiel verpasste. Erreicht Polen in Russland das Halbfinale, wären Dawid Mateusz Szczerbik, Sebastian Grzegorz Kordus, Marcin Maciej Galkowski und Pawel Zdzislaw Kijewski begeistert.

Von Renee Sensenschmidt

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