FUSSBALL – LANDESKLASSE Potzehne reist zum Abstiegskrimi nach Tangerhütte

Vielleicht die letzte Chance

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Wieder eine Option: Tangerhüttes Max Göhring hat seine Verletzung pünktlich zum Potzehne-Spiel auskuriert.

Tangerhütte – Die Bedeutung des morgigen Landesklasse-Spiels zwischen Germania Tangerhütte und Grün-Weiß Potzehne zu erkennen, ist nicht sonderlich schwierig.

Die Gastgeber belegen aktuell den ersten Nichtabstiegsplatz und haben zwischen sich und dem kommenden Gegner ein Punktepolster von fünf Zählern geschaffen. Verlieren die Westaltmärker das Kellerduell auf dem Jahn-Sportplatz, dürften die Chancen auf den Klassenerhalt bei dann acht Punkten Rückstand nur noch im Promillebereich liegen. Ab 15 Uhr erwartet die Zuschauer in der Tangerstadt also ein waschechtes Endspiel.

Die Einstellung muss stimmen: Maik Krehl und Potzehne wollen in Tangerhütte gewinnen.

Die Germanen, die als Aufsteiger mit einer äußerst jungen Mannschaft noch mitten in einem Entwicklungsprozess stecken, wähnten sich nach dem jüngsten 1:0-Heimsieg gegen den SV Liesten bereits auf dem richtigen Weg, kassierten vor Wochenfrist aber eine ebenso schmerzhafte wie unnötige 2:3-Niederlage in Beetzendorf. Es war ein Big Point im Abstiegskampf, den die Mannschaft von Trainer Jürgen Dobberkau trotz einer 2:1-Führung in der Schlussphase noch verspielte. „Wir haben in Beetzendorf einen Matchball im Abstiegskampf liegen lassen. Die drei Punkte im nächsten Spiel sind deshalb besonders wertvoll und sollen in Tangerhütte bleiben“, hofft der Germania-Coach gegen Grün-Weiß auf etwas mehr Spielglück und Cleverness seiner Mannschaft. Im Hinspiel feierte sie beim 7:3 immerhin ihren höchsten Sieg der laufenden Saison.

Von einem sogenannten „Strohhalm-Spiel“ will man in Potzehner vor dem Kellerduell nichts wissen. „Es ist ohne Frage ein enorm wichtiges Spiel. Aber auch wenn wir in Tangerhütte nicht gewinnen sollten, werden wir uns danach natürlich nicht aufgeben“, unterstreicht Potzehnes Trainer Michael Friedrichs, machte aber auch deutlich: „Wir wollen diese Partie unbedingt gewinnen und damit den Rückstand zur Konkurrenz verkürzen.“

Die Chance dazu hatten die Grün-Weißen bereits am zurückliegenden Spieltag, ließen diese aber fast schon leichtfertig ungenutzt. Auf eigenem Platz kassierten die Potzehner nämlich gegen den Kreveser SV eine 1:2-Niederlage, hätten allerdings bei einem engagierteren Auftritt für etwas mehr Ruhe sorgen können. „Von der Einstellung her war es mir gegen Krevese auf jeden Fall zu wenig. Da müssen sich die Jungs in jedem Fall steigern, um in Tangerhütte zu bestehen“, nimmt Friedrichs seine Spieler in die Pflicht. „Wenn die Einstellung stimmt, kommt der Rest auch von allein. Allerdings muss man sich das Glück auch erarbeiten, denn es fällt schließlich nicht vom Himmel“, so Friedrichs, der auf den kompletten Kader bauen kann.

VON TOBIAS HAACK UND TOBIAS WEBER

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