Viele Parallelen, ein gemeinsames Ziel

Ausflüge nach vorn wird sich Sven Körner schenken können. Gegen seinen alten Club aus Halle wird der Innenverteidger des 1. FC Lok Stendal am Sonnabend im Auswärtsspiel aller Voraussicht nach hinten genug gefordert sein.
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Ausflüge nach vorn wird sich Sven Körner schenken können. Gegen seinen alten Club aus Halle wird der Innenverteidger des 1. FC Lok Stendal am Sonnabend im Auswärtsspiel aller Voraussicht nach hinten genug gefordert sein.

STENDAL. Wenn am Sonnabend die Reserve des Halleschen FC in der Fußball-Verbandsliga den 1. FC Lok Stendal empfängt, kommt es zum Aufeinandertreffen zweier junger Mannschaften, die den eigenen Erwartungen meilenweit hinterherhinken. Trafen beide Teams in der abgelaufenen Saison noch zu Spitzenspielen aufeinander, geht es nun darum, wichtige Punkte zu sammeln, um den Anschluss zum Rest der Liga halten zu können. Von Martin Rehberg

In den vergangenen zwei Wochen ist es, bedingt durch das Landespokal-Wochenende, ruhig geworden um den 1. FC Lok Stendal. Auch wenn vor 14 Tagen beim 3:2-Sieg gegen Staßfurt nach einer Niederlagenserie endlich wieder ein Zeichen gesetzt wurde, konnte doch die Art und Weise des Erfolges nicht zufrieden stimmen. Zumal nach einer 3:0-Führung die alte „Lok-Schwäche“ dieser Saison offen zu Tage trat. Egal wie es steht, beginnt spätestens 15 Minuten vor Schluss immer das große Zittern.    Um konditionelle Gründe dafür demnächst auszuschließen oder diese zumindest eingrenzen zu können, hat Coach Guido Schmidt in der spielfreien Zeit seine Jungs im Training ordentlich schwitzen lassen – Kraft und Kondition standen auf dem Plan. „Außerdem haben wir am Defensivverhalten gearbeitet. Zwar steht die Viererkette ganz gut, aber es wurden nochmals die Mechanismen gefestigt. Auch die Laufwege wurden intensiviert“, fasst der Trainer die Arbeit der vergangenen zwei Wochen zusammen.

Beim Gegner sieht es ähnlich aus. Im vergangenen Jahr noch ärgster Konkurrenz der FCM-Reserve im Titelrennen, können die Chemiker davon derzeit nur träumen. Und es gibt eine Menge weiterer Parallen zwischen beiden Lagern. Die Mannschaften sind wohl die jüngsten im Verbandsligafeld. Außerdem haben beide bereits gezeigt, dass sie spielerisch mit den Topteams mithalten können. Einzig der Erfolg will sich nicht recht einstellen. „Halle steht zu unrecht so weit unten in der Tabelle. Ich habe mir das 0:1 des HFC II gegen Oschersleben angesehen und sehr spielstarke Hallenser ausgemacht, für die es nur in eine Richtung geht – nach vorne“, weiß Schmidt, was ihn und sein Team erwartet. Auch wenn die bisherige Auswärtsbilanz von vier Pleiten aus vier Spielen kaum Hoffnung auf ein Pünktchen macht, dürften die bislang wenig überzeugenden Heimauftritte der Saalestädter zumindest Mut machen, zumal nach dem 0:5 vergangene Saison noch einiges gutzumachen ist.

Defenitiv fehlen werden allerdings Daniel Gassel (Mittelohrentzündung und Danny Kiefel (Urlaub). Dominik Eggemann ist zudem angeschlagen. SR: Biermann (Ballenstedt).

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