FUSSBALL – LANDESPOKAL: Liesten unterliegt Verbandsligist Wernigerode 2:3

Zu viel Respekt kostet nächste Runde

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Der SV Liesten drängte in der Schlussphase gegen Wernigerode auf den Ausgleich, doch auch Filip Mateev (rotes Trikot) fand die Lücke nicht mehr. 

Liesten – Die Überraschung blieb aus. In der zweiten Hauptrunde um den Fußball-Landespokal bot Landesklasse-Vertreter SV Liesten dem Verbandsligisten Einheit Wernigerode einen großen Kampf, unterlag am Ende aber knapp mit 2:3 (1:3).

Den Grund für ihr Ausscheiden mussten die Liestener am Sonnabend in den ersten 30 Minuten suchen, in denen sie mit 0:3 in Rückstand gerieten. „Wir haben einfach zu viel Respekt gezeigt und viel zu schnell die Bälle verloren. Diese 30 Minuten haben uns die nächste Runde gekostet“, stellte Michael Piotrowski fest. Doch der SVL-Trainer konnte auch Lob verkünden. „Ich bin stolz auf meine Mannschaft, die nach dem 0:3 zurückgekommen ist und an sich geglaubt hat.“

Vor nur 87 zahlenden Zuschauern hatten die zwei Spielklassen höher angesiedelten Gäste bereits nach wenigen Sekunden durch Rouven Becker die erste Chance. Nach drei Minuten verfehlte Steven Rentz nur knapp. Liesten versuchte mitzuspielen, nach Pass von Timm Müller schoss Sebastian Kordus jedoch genau in die Arme von Einheit-Keeper Julian Nebe (6.). Fünf Minuten später gingen die Gäste in Führung. Tino Semmer spielte einen Eckball zur Überraschung der SVL-Deckung in den Rückraum, dort stand Steven Rentz, der den Ball unhaltbar unter die Latte hämmerte – 0:1. Der Rückstand verunsicherte die Platzherren, die sich immer wieder unnötige Ballverluste erlaubten. So auch beim 0:2. In der Vorwärtsbewegung spielten die Liestener das Leder genau in die Füße von Einheit-Spielmacher Denny Wersig, der blitzschnell Tino Semmer in Szene setzte, der unbedrängt einnetzte (26.).

Als dann noch der schussgewaltige Rentz einen Freistoß direkt zum 0:3 verwertete, schien die Partie früh entschieden. Doch Wernigerode schaltete fortan in den Verwaltungsmodus um, während die Platzherren erwachten und auch zu Chancen kamen. Sebastian Kordus vergab freistehend (36.), Viktor Mateev schoss vorbei (37.), doch dann traf Kordus flach ins lange Eck und verkürzte zum 1:3-Pausenstand.

Mit neuem Elan kam Liesten aus der Pause. „Da hat man keinen Klassenunterschied mehr gesehen“, meinte Trainer Piotrowski, der damit sogar noch untertrieb. Denn die Einheimischen waren fortan die deutlich aktivere Mannschaft, die dem Verbandsligisten mit spielerischen Mitteln arg zusetzte. Sebastian Kordus verfehlte per Kopf knapp (47.), der eingewechselte Steffen Schmidt zwang Nebe zu seiner ersten Glanzparade (52.). Nach einem Foul an Kordus konnte der Einheit-Keeper auch den fälligen Strafstoß von Steven Beck parieren, doch der Liestener traf im Nachschuss zum 2:3-Anschluss. In der 79. Minute zog Steffen Schmidt aus halbrechter Position ab, doch abermals hielt Nebe stark. Weitere Chancen hatte der SVL nicht, während der Gast noch zwei Konterchancen (87., 90.) liegen ließ. Es blieb beim 2:3 für den Verbandsligisten, der noch einmal mit einem blauen Auge davongekommen ist.

Tore: 0:1 Steven Rentz (11.), 0:2 Tino Semmer (27.), 0:3 Rentz (29.), 1:2 Sebastian Kordus (42.), 2:3 Steven Beck (74.).

SV Liesten: Gehrke - Beck, Wiese, Bresch, Galkowski, Müller, Benecke, F. Mateev (46. Schmidt), V. Mateev, R. Mangrapp, Kordus (77. Koneczek).

VON RENEE SENSENSCHMIDT

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