Handball-Sachsen-Anhalt-Ligist aus Seehausen mit 25:30-Niederlage gegen Post Magdeburg

SGS verzagt an Pressdeckung

Wieder mal am Gegner abgeprallt: Christian Werneke (links) und die SGS verloren im zwölften Spiel zum zehnten Mal und bleiben über den Jahreswechsel Schlusslicht der fünften Liga.
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Wieder mal am Gegner abgeprallt: Christian Werneke (links) und die SGS verloren im zwölften Spiel zum zehnten Mal und bleiben über den Jahreswechsel Schlusslicht der fünften Liga.
  • VonBenjamin Post
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Seehausen. Es sah ganz gut aus für die SG Seehausen, der erste Sieg in der Handball-Sachsen-Anhalt-Liga schien für das Schlusslicht nicht unmöglich. Doch dann kam die zweite Halbzeit. Was dann passierte, ließ SGS-Spielertrainer Benjamin Mittag verblüfft zurück.

„Nach der ersten Halbzeit hätte ich nicht gedacht, dass wir so einen Einbruch haben“, erklärte ein verwunderter Mittag, nachdem seine Mannschaft am Sonnabend in der heimischen Wischelandhalle mit 25:30 (17:14) gegen Post Magdeburg verlor.

Der Gegner änderte sein Spiel – und die SGS kam damit nicht klar. So einfach lässt sich Durchgang zwei und die verpasste Siegchance erklären. Die Magdeburger stellten die Abwehr um, agierten mit einer Pressdeckung und spielten offensiver. Die Offensivsten bei Seehausen waren aus dem Spiel genommen, Mittag und Mathias Weber kamen nicht mehr so oft zum Zuge. Beide gaben trotzdem die besten Werfer ihres Teams, Mittag traf zehn Mal, Weber netzte sieben Mal ein. Das mit dem Einnetzen klappte in der ersten Spielhälfte nicht schlecht.

Die meiste Zeit lag die SGS in Führung, mit drei Toren plus ging es in die Kabine. Danach stand ein 8:16 – in der Summe zu wenig, um endlich den ersten Sieg der Saison einzufahren. Vor allem in der Schlussphase hatte Post mehr zu bieten. Nach der letzten Seehäuser Führung in der Mitte von Halbzeit zwei (22:21) lief es für Magdeburg. „Post hat uns in den letzten zehn Minuten den Zahn gezogen“, merkte Mittag an. Der 9:3-Lauf bescherte den Magdeburgern den Auswärtssieg im letzten Ligaspiel vor Weihnachten.

Die SGS geht unterdessen mit nur zwei Punkten in das neue Jahr – aber mit alten Problemen. „Es fehlt an Alternativen, es fehlt in der Breite“, machte der spielende Coach auf den Grund für die magere Ausbeute aus den ersten zwölf Spielen aufmerksam. Sechszehn Partien hat Seehausen noch Zeit, Punkte zu sammeln. Bis zum neuen Jahr will die SGS „Kräfte tanken“ und „fleißig trainieren“. Trotz der Situation am Tabellenende wollen Mittag und Co. „nicht verzagen“. Nichts ist unmöglich, doch dafür muss spätestens in 2016 wohl mehr als eine Halbzeit gut laufen.

• SG Seehausen (Tore): Johannes, Nöring - Philipp (2), Wille (2), Fiedler (1), Mittag (10), Spöttle, Liepelt, Weber (7), Arndt (2), Werneke (1).

Von Benjamin Post

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