FUSSBALL – LANDESLIGA TuS verlässt Abstiegsplätze nach Niegripp-Sieg

„Das ist ein Verrückter“

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Bismarks Mentalitätsmonster: Felix Knoblich (Nr. 16). Der Innenverteidiger agierte in der Offensive und erzielte gegen Blau-Weiß Niegripp sein drittes Saisontor.

Bismark – Das war wichtig. Fußball-Landesligist TuS Schwarz-Weiß Bismark hat sich am Sonnabend drei weitere Punkte im Kampf um den Klassenverbleib erkämpft.

Im Heimspiel gegen die SG Blau-Weiß Niegripp gelang der personell dezimierten Mannschaft von Dirk Grempler in einem äußerst schwachen Spiel ein 2:0 (0:0)-Erfolg. Durch die gleichzeitige Niederlage des Abstiegskonkurrenten TSG Calbe (0:1 gegen den SSV Havelwinkel Warnau) belegt Bismark aktuell mit 17 Punkten einen Nichtabstiegsplatz.

„Wir haben einfach Glück gehabt, dass das so passt. Das ein Felix (Knoblich, Anm. d. Red.) da vorne rührt und arbeitet und kämpft. Das wollte ich ja auch, das war mein Sinn, dass wir vorne einfach etwas mehr Beschäftigung haben“, sagte der erleichterte Bismarker Trainer, der unter anderem Innenverteidiger Felix Knoblich in der Offensive aufbieten musste. Zudem spielte der defensive Mittelfeldspieler Artem Sikulskyi in der Innenverteidigung, Außenverteidiger Timon Motejat fand sich ungewohnt im rechten Mittelfeld wieder.

Die erste Möglichkeit hatten aber die Gäste aus Niegripp: Nach einem langen Ball tauchte Maximilian Kramer vor TuS-Keeper Hannes Gust auf, der parieren konnte. Auf der anderen Seite setzten Kapitän Michael Metzger (8.) und Christoph Grabau (12.) offensive Zeichen. Metzger blieb in der Folge auf seiner linken Seite sehr aktiv. Der 36-jährige Routinier konnte im Alleingang aber auch nicht alles richten. Niegripp tauchte dagegen ab und fiel durch Ballverluste sowie schwaches Zweikampfverhalten auf. Bismark bemühte sich, war aber nicht zwingend genug. Torlos ging es somit in die Pause.

Nach dem Seitenwechsel kam Bismark besser aus der Kabine. Timon Motejat verzog zunächst (47.), ehe er kurz darauf Gäste-Torwart Sascha Krüger nach einer guten Freistoßvariante prüfte. Die Gastgeber blieben am Drücker und wollten – im Gegensatz zu Niegripp – das Tor unbedingt erzielen. Metzger wurde von Robin Kroschel bedient, setzte den Ball aber daneben (58.). Dann erlöste Felix Knoblich seine Elf nach einer Ecke und traf zum 1:0 (66.). Niegripp war auch nach dem Gegentreffer nicht anwesend und schwächte sich in der Schlussphase nach einem Platzverweis selbst. Der eingewechselte Steffen Rogge machte den 2:0-Endstand perfekt (90.+2).

„Schlussendlich wollten wir das Spiel gewinnen, das haben die Jungs gemacht, weil sie einfach überzeugt waren“, lobte Bismarks Trainer Dirk Grempler und hob einen Spieler ganz besonders hervor: „Ich freue mich für Felix, dass er das Tor macht. Das ist ein Verrückter – im positiven Sinne. Er ist einer, der der Mannschaft einfach guttut.“

Tore: 1:0 Felix Knoblich (66), 2:0 Steffen Rogge (90.+2).

TuS Bismark: Gust - Voigt, Fl. Knoblich, Sikulskyi, Köhn, L. Motejat, Kroschel, Metzger, Grabau (68. Rogge), T. Motejat (90.+3 Gagelmann), Fe. Knoblich.

Besondere Vorkommnisse: Rote Karte für Hendrik Schäfer (84./Niegripp).

Zuschauer: 40.

VON PATRICK NOWAK

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