Tischtennis-Verbandsliga: TuS auf Rang zwei, TSV Tangermünde muss zittern

Unteres Paarkreuz ist das Bismarker Prunkstück

An ihm liegt es nicht, dass der TSV Tangermünde in der Verbandsliga derzeit auf einem Abstiegsrang steht: Stefan Bindemann hat die drittbeste Einzel-Bilanz in Sachsen-Anhalts Tischtennis-Oberhaus.

Bismark/Tangermünde. Mit Oberliga-Absteiger TuS Bismark und Aufsteiger TSV Tangermünde versuchen sich in der Saison 2012/13 erstmals seit langer Zeit wieder zwei altmärkische Mannschaften in der höchsten Spielklasse von Sachsen-Anhalt.

Die Bilanz fällt bisher recht unterschiedlich aus.

Hochzufrieden können die Bismarker um Kapitän Jörg Otto mit ihrem derzeitigen zweiten Tabellenrang sein. Lediglich im Derby gegen Tangermünde (8:8) und beim Auswärtsauftritt bei Meisterfavorit Medizin Magdeburg (4:11) mussten sie Punktverluste verkraften. Ansonsten gab es durchweg Siege gegen zum Teil starke Konkurrenz. Hervorzuheben sind dabei die Erfolge über Börde Magdeburg II (10:5), Schönebeck (9:7) oder auch Dessau (10:5), die sie auf die nachfolgenden Plätze verwiesen haben.

Als Punkte-Bank hat sich Neuzugang Aron Villavicencio erwiesen. Mit seiner Bilanz von 18 Siegen und nur vier Niederlagen überzeugte der Südamerikaner die TuS-Verantwortlichen von sich. Nicht weniger schlecht verkaufte sich Benno Kirchner im mittleren Paarkreuz (17:5). Das Prunkstück war aber zweifelsohne das untere Paarkreuz um Felix Rüge (13:5) und Jörg Otto (15:5), beide gehörten zu den Besten der Liga. Steigerungspotential haben dagegen Steven Elksne und Andreas Franke, die sich unter ihren Möglichkeiten verkauft haben. Zudem konnte sich ihr Spitzen-Duo Villavicencio/Otto die drittbeste Doppelbilanz erspielen (10:2).

Nicht ganz so erfolgreich lief es für den TSV Tangermünde. Der gegenwärtige zehnte Tabellenrang würde am Saisonende den Abstieg bedeuten. Dass die Elbestädter in dieser Klasse allerdings mithalten können, bewiesen sie durch Siege über die vor ihnen platzierten Zerbst (9:7) und Zörbig (9:7). Außerdem ließ der TSV dem punktlosen Schlusslicht Staßfurt (11:4) keine Chance. Leider ging das Duell bei Abstiegskandidat Post Halle 7:9 verloren, sonst würde die Mannschaft zur Pause sogar über dem Strich stehen.

An Spitzenspieler Stefan Bindemann lag es auf jeden Fall nicht, dass die Altmärker im Tabellenkeller festsitzen. Bindemann kassierte bei 17 Siegen lediglich drei Pleiten, was ihn zum drittstärksten Spieler macht. Vielmehr drückt bei der Stammbesetzung der Schuh. Das mittlere Paarkreuz stand nur unzureichend zur Verfügung. Frank Kowar konnte aufgrund seiner beruflichen Verpflichtungen weniger als die Hälfte der Spiele mitmachen und blieb in diesen auch unter seinen Möglichkeiten. Klaus Obst hatte mit Verletzungen zu kämpfen, kam letztlich aber trotzdem auf eine positive Bilanz in der Mitte (9:7). Neuzugang Sebastian Winckler kann dagegen sehr zufrieden sein.

Von Matthias Giesecke

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