Fußball-Landesklassist FSV Havelberg mit 1:14 gegen Drittligisten FCM

Unter 15 und ein Ehrentor

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Nach dem Spiel miteinander statt gegeneinander: Der FSV Havelberg (orangene Trikots) und der 1. FC Magdeburg stellten sich zu einem Erinnerungsfoto auf.

Havelberg. Wenn diese Formel eine wahre Aussagekraft hat, dann steht der FSV Havelberg gar nicht so schlecht da. Der Bundesliga-Trainer Thomas Schaaf hat mal gesagt, dass mit drei Toren pro Liga-Unterschied zu rechnen ist.

„Wir sind drunter geblieben“, sagt FSV-Trainer Hagen Walther. Die Havelberger, Fußball-Landesklassist, verloren ihr Testspiel am Mittwochabend mit 1:14 (1:9) gegen den Drittligisten 1. FC Magdeburg.

Der FCM hatte keine Mühe mit dem fünf Spielklassen tiefer spielenden Gastgeber, der sich aber über die 1423 Zuschauer im heimischen Sporforum freute. „Eine Wahnsinnskulisse“, befand Walther, gestand jedoch ein, dass die Magdeburger „absolut stark“ auftraten. Nach neun Gegentreffer in der ersten Halbzeit wackelte das Ziel Walthers, nicht zweistellig zu verlieren schon erheblich, in der 53. Minute stand es dann 11:1.

Im Nachhinein musste der Coach des FSV eingestehen, dass weniger als zehn Tore des FCM „ein Traum“ gewesen wären. Havelberg geriet jedoch nicht ohne Bemühungen in den Torreigen. Durch Mittelfeldlinkaußen Benjamin Döring hatte der FSV sogar gleich in Minute eins die erste Chance vor großem Publikum, doch sein Schuss ging nach einem Alleingang neben den Kasten von FCM-Torwart Lukas Cichos. Der erste Angriff von Magdeburg passte sofort …

Rechtsaußen Sven Leppin gelang immerhin das Ehrentor beim Stand von 0:9 (44.). Besonders die beiden Außen der Havelberger machten es dem FCM nicht ganz so einfach. „Wir wollten nicht so viele Läufe rückwarts machen“, erklärte FCM-Trainer Jens Härtel. Sein Gesamteindruck: „Wir hatten gute Phasen.“ Und meinte damit die ab Mitte von Durchgang eins und bis zur Hälfte von Halbzeit zwei. Zwischendurch missfiel Härtel der „Leerlauf“ im vorletzten Test neun Tage vor dem Beginn der Saison. Dabei kamen all sein Spieler im Kader kamen zum Einsatz und vor allem die Offensivkräfte sorgten für Tore. Nicolas Hebisch (vier Treffer), Christian Beck (drei) und Lars Fuchs (zwei) trugen sich in die Torschützenliste ein – in einem Durchgang. Aber insgesamt 14 Treffer sind eben nicht 15, die hätten nach der Schaaf-Formel fallen müssen.

• Tore: 0:1 Nicolas Hebisch (3.), 0:2 Sven Reimann (7.), 0:3, 0:4 Lars Fuchs (24., 25.), 0:5 Nicolas Hebisch (28.), 0:6 Sven Reimann (30.), 0:7 Nicolas Hebisch (35.), 0:8 Sven Reimann (42.), 0:9 Nicolas Hebisch (43.), 1:9 Sven Leppin (44.), 1:10 Christian Beck (51.), 1:11 Kevin Kruschke (53.), 1:12 Silvio Bankert (55.), 1:13 Christian Beck (57.), 1:14 Christian Beck (83.). Schiedsrichter: Müller (Stendal). Zuschauer: 1423.

• FSV Havelberg: Hochmüller - Gieseler, T. Leppin (77. Rollenhagen), Thiemann (77. Lahl), Döring, Möbius (67. Engel), S. Leppin (67. M. Leppin), Seidel, T. Gennermann, Stamer, Betker (67. Freye).

• 1. FC Magdeburg: Cichos (46. Glinker) - Bankert, Fuchs (46. Handke), Hebisch (46. Schiller), Niemeyer (46. Beck), Razeek (46. Kruschke), Reimann (46. Löhmannsröben), Chahed, Bremer (46. Farrona-Pulido), Butzen, Malone (46. Sowislo).

Von Benjamin Post

Fotos vom Spiel

FSV Havelberg 1:14 1. FC Magdeburg

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