FUSSBALL – LANDESKLASSE: Vorletzter Gardelegen II erwartet Uchtspringe

Ein ungleiches Duell

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Michel Bergener (rechts) und der SSV 80 Gardelegen II bekommen es bereits heute Abend mit dem SV Medizin Uchtspringe zu tun. 

Gardelegen – Unterschiedlicher könnten die Vorzeichen in der Fußball-Landesklasse kaum sein: Ein weit abgeschlagener Abstiegskandidat trifft auf den Tabellenzweiten. Heute Abend eröffnen der SSV 80 Gardelegen II und der SV Medizin Uchtspringe den 11.

Spieltag in der Fußball-Landesklasse. Anstoß auf der Gardelegener „Rieselwiese“ ist um 18 Uhr.

Die SSV-Reserve um Trainer Oliver Pabst hat als Liga-Neuling keinen leichten Stand in der neuen Spielklasse. Bislang stehen drei Punkte auf dem Konto des Tabellenvorletzten, der sieben Zähler Rückstand auf den Osterburger FC und das rettende Ufer hat. Dass die Pabst-Elf heute Abend auf das Spitzenteam aus Uchtspringe trifft, macht die ganze Sache nicht angenehmer. „Da rattert es schon vorher im Kopf“, erklärt der Coach der Gardelegener Reserve im Vorfeld.

Doch nicht nur der Blick auf die Tabelle macht Oliver Pabst zu schaffen. Während Gardelegen II in der Vorwoche beim SV Germania Tangerhütte 0:3 verloren hatte, konnte die Konkurrenz voll punkten und sich weiter absetzen. Das macht die Situation für die Gardelegener Reserve natürlich nicht unbedingt einfacher. Und mit Medizins Top-Torjäger Marcel Brinkmann wird die Abwehr der Westaltmärker zudem ordentlich zu tun bekommen. Von der Tabelle lässt sich Pabst allerdings nicht beeinflussen. Auch wenn seine Mannschaft es personell gesehen aktuell nicht wirklich leicht hat, bleiben die Köpfe oben: „So schlecht wie gegen Tangerhütte sind wir nicht.“

Das ist auch Uchtspringes Trainer Lars Reifke bewusst: „Gardelegen II ist jetzt auch mehr oder weniger in der Liga angekommen“, sagt er. Der Aufsteiger wisse inzwischen, wie er es verhindern könne, in jeder Partei acht oder neun Gegentreffer zu kassieren. „Sie können einen schon bis zu einem gewissen Punkt ärgern.“ Darum nimmt er den vermeintlich einfach zu bezwingenden Gegner auch nicht auf die leichte Schulter. Denn die Mediziner wollen nach der bislang einzigen Saisonniederlage vor Wochenfrist gegen Letzlingen wieder in die Erfolgsspur zurückfinden. Das 0:1 auf heimischem Rasen macht dem Trainer zu schaffen. Auch wenn er weiß, dass es an der fehlenden Frische lag, dass seine Jungs die erste Saisonniederlage einstecken mussten.

Eine weitere soll es vorerst nicht geben. „Wir müssen geduldig sein, sonst wird es ein richtig schwieriges Spiel“, schwört Reifke seine Schützlinge auf die Begegnung ein. Verzichten muss er heute Abend höchstwahrscheinlich auf Mittelfeldspieler Patrick Bonatz, der sich in der Partie gegen Letzlingen in einem Zweikampf die Schulter ausgekugelt hatte und verletzt vom Rasen musste.

VON PATRICK NOWAK UND SABINE LINDENAU

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