FUSSBALL – 2. LIGA FCM empfängt kampfstarke Darmstädter

Unangenehm bissig

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Jeder Ball wird umkämpft sein, wenn Marius Bülter (hinten) und der 1. FC Magdeburg morgen auf den SV Darmstadt 98 und Fabian Holland treffen.

Magdeburg – Nur fünf Tage nach dem hochemotionalen 2:1-Sensationssieg beim Hamburger SV findet der Abstiegskampf der 2. Liga für den 1. FC Magdeburg morgen mit einem kniffligen Heimspiel gegen den wiedererstarkten SV Darmstadt 98 seine Fortsetzung.

Den überraschenden drei Bonuspunkten aus der Hansestadt möchte die Mannschaft von Trainer Michael Oenning ab 13 Uhr die nächsten Zähler folgen lassen.

Die Aufgabe gegen die Lilien wird dabei aber nicht unbedingt einfacher. Im Gegenteil: Vor heimischer Kulisse gegen einen Kontrahenten auf Augenhöhe sind andere Qualitäten gefragt, als wenn man beim Bundesliga-Dino vor 50.000 Zuschauern als krasser Außenseiter aufläuft. Der Kopf wird daher eine große Rolle spielen, und hat gerade in solchen Partien im bisherigen Saisonverlauf nicht immer funktioniert. „Gegen Darmstadt sollte die Motivation dieselbe sein wie zuletzt gegen den HSV“, mahnt deshalb der Matchwinner vom Montag, Philip Türpitz, nicht ohne Grund an. In der Tabelle haben die Magdeburger schließlich noch nichts erreicht. Noch immer belegen sie den Relegationsplatz. Verfolger MSV Duisburg hat am Donnerstag gegen den 1. FC Köln (4:4) sogar ein wenig Boden gutmachen können. „Man hat wieder gesehen, dass in dieser Liga alles möglich ist“, kommentiert FCM-Trainer Oenning den überraschenden Coup des direkten Konkurrenten.

Umso wichtiger, dass der FCM der Überraschung aus Hamburg morgen den Pflichtsieg gegen Darmstadt folgen lässt. Bloß das ist bei weitem nicht so einfach, wie es das vielleicht noch vor ein paar Wochen gewesen wäre. Die Hessen haben sich nach einer schweren Krise unter Neu-Trainer Dimitrios Grammozis nämlich beachtlich stabilisiert, sind vor allem auswärts aufgrund starker Konterspieler wie Marcel Heller nur sehr schwer zu bespielen. „Darmstadt ist eine Mannschaft, die unglaublich kompakt und zweikampfstark ist. Man muss sie immer bearbeiten, damit man sich nicht den Schneid abkaufen lässt“, weiß Oenning.

Dass der Trainer der Elbestädter sein Team am Sonnabend großartig umbauen wird, ist nach dem erfolgreichen Auftritt in Hamburg nicht zu erwarten, wenngleich Oenning in der gestrigen Pressekonferenz noch nicht viel verraten wollte. „Welche Grundformation es sein wird, weiß ich schon“, war alles, was sich der 53-Jährige entlocken ließ. Im Tor deutet alles auf mindestens einen weiteren Einsatz von Alexander Brunst hin. Nummer eins Giorgi Loria ist zwar wieder ins Training eingestiegen, ein Startelf-Einsatz des Georgiers könnte allerdings noch zu früh kommen. Rotieren wird Oenning erst in den kommenden Wochen, da zahlreiche FCM-Spieler von Sperren bedroht sind.

VON TOBIAS HAACK

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