HANDBALL – VERBANDSLIGA Wichtiger Sieg im Abstiegskampf

HV Lok überzeugt

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Kurz durchatmen: Tim Krähe. Mit dem HV Lok Stendal gelang Krähe am Sonntag ein wichtiger Heimsieg gegen den SV Wacker Westeregeln, um noch ein Wörtchen im Verbandsliga-Abstiegskampf mitzureden.

Stendal – „Es ist auf jeden Fall ein Aufschwung. Das haben die Jungs gebraucht. “ Frank Ziekau, Trainer des Handball-Verbandsligisten HV Lok Stendal, wirkte nach dem 28:16 (16:6)-Heimsieg am Sonntag gegen den SV Wacker Westeregeln erleichtert.

Seine Spieler konnten sich bereits in der Schlussphase des Spiels ein Lächeln nicht verkneifen. Grund: Der Blick auf die Ergebnistafel. Die Stendaler führten gegen Westeregeln und der Sieg war den Gastgebern nicht mehr zu nehmen. Umso größer war die Freude nach dem Abpfiff, der endgültig besiegelte, dass die Punkte in der Altmark bleiben konnten. Damit endete für den HV Lok eine Durststrecke von insgesamt elf sieglosen Verbandsliga-Spielen.

„Wir haben in der Deckung super gestanden und mit schnellen Bällen nach vorne leichte Tore gemacht“, fasste Ziekau die ersten Minuten gut zusammen. In der Anfangsphase sprach vieles für seine Mannschaft, die mit vielen positiven Erlebnissen in das Spiel starten konnte. Westeregeln kam dagegen nicht richtig in die Partie und Stendal führte – auch dank guter Abwehrarbeit – nach zehn Minuten mit 8:2.

„Wir hatten drei Fehlwürfe und drei technische Fehler in der ersten Halbzeit. Da haben wir sonst mehr. Und damit hat man eben ein Problem, ein Spiel zu gewinnen“, machte Frank Ziekau eine Steigerung der Konzentration seiner Mannschaft aus. Mit der Führung im Rücken spielte es sich für den HV Lok deutlich leichter. Und so ging die Ziekau-Sieben verdient mit 16:6 in die Pause.

Nach der Halbzeit hatte der Stendal-Coach noch Zweifel, ob der Vorsprung am Ende den wichtigen Sieg bringt. „Weil es da nicht nahtlos weiterging“, begründet der HV Lok-Trainer. „Der Gegner ist auch einschlafend, fordert uns nicht richtig. Und da denken die Jungs auch: Es wird schon. So etwas geht dann meistens schief.“ Doch Ziekau konnte aufatmen. Sein Team profitierte von der Harmlosigkeit des Gegners. Westeregeln hatte sich Mitte des zweiten Durchgangs mit der Pleite abgefunden und investierte nicht mehr so viel. Zudem gab es für Westeregelns Julian Gromadka eine Rote Karte nach einem Ellenbogenschlag. Und so konnte Stendal seit dem 13. Oktober des vergangenen Jahres wieder mal einen Sieg bejubeln.

„Es ist nicht besser geworden, aber rosiger. Ein Unentschieden hätte uns nicht weitergebracht“, wusste Ziekau die Lage einzuschätzen. Schließlich hatte der Konkurrent Güsener HC gegen die Oebisfelde-Reserve gewonnen. Und genau gegen die geht es demnächst für den HV Lok. „Das sind wieder zwei wichtige Spiele. Jetzt in Oebisfelde und danach spielen wir gegen den TuS. Das Ding müssen wir ziehen, weil die im Moment sehr schlecht drauf sind“, so Ziekau.

HV Lok Stendal (Tore): Vogel, Kurze - Schumann (3), Gercke (6), Leinung (2), Krähe (6), Stephan (4), Sens, Tembe (4), Görnemann (1), Grimmer (2), Mehlich.

VON PATRICK NOWAK

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